27 June 2026, 10:11

EU-Methanregeln spalten Mitgliedstaaten: Deutschland fordert Aufschub bis 2030

Deutschland warnt: EU-Methan-Regeln könnten Jetkraftstoff- und LNG-Importe stören

EU-Methanregeln spalten Mitgliedstaaten: Deutschland fordert Aufschub bis 2030

Die EU bereitet die Einführung neuer Vorschriften vor, um Methanlecks in den globalen Lieferketten von Öl und Gas ab dem nächsten Jahr zu reduzieren. Die geplante Regulierung stößt jedoch auf Widerstand bei Brennstofflieferanten außerhalb Europas – darunter auch in den USA. Das europäische Energiesystem steht bereits unter Druck, bedingt durch Störungen in den globalen Ölströmen.

Deutschland hat sich mit anderen EU-Regierungen zusammengeschlossen, um gegen die geplanten Methan-Emissionsregeln für importiertes Öl und Gas vorzugehen. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche warnte, dass die Maßnahmen ab 2027 Importe von Gas und Erdölprodukten – darunter auch Kerosin für die Luftfahrt – blockieren könnten. Berlin argumentiert, es benötige mehr Zeit, um konforme Lieferquellen zu sichern, bevor die Regeln in Kraft treten.

Eine Gruppe von 12 EU-Mitgliedstaaten fordert eine dreijährige Verschiebung. Die EU-Minister werden diesen Vorschlag in den anstehenden Verhandlungen erörtern. Unterdessen arbeitet die Europäische Kommission daran, Bedenken bei der Umsetzung auszuräumen, ohne ihre Klimaziele zur Methanreduzierung aus den Augen zu verlieren.

Umweltschutzorganisationen und einige Energieexperten halten dagegen, dass konforme Lieferungen bereits verfügbar seien. Sie plädieren dafür, die Regulierung ohne Verzögerung umzusetzen, um die Klimaziele zu erreichen.

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Die Methanvorschriften der EU zielen darauf ab, die Standards für importierte fossile Brennstoffe zu verschärfen. Deutschland und andere Mitgliedstaaten fürchten jedoch Versorgungsengpässe ohne eine längere Übergangsphase. Die Debatte zeigt die Spannungen zwischen Klimazielen und Energiesicherheit in Europa auf.

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