19 March 2026, 12:16

EU-Agrarreform droht Mecklenburg-Vorpommern mit halben Subventionen und Jobverlusten

Eine Poster-Karte der Vereinigten Staaten, die den Prozentsatz von Bauernmärkten zeigt, die SNAP-Gelder in jedem Landkreis im Jahr 2013 akzeptieren.

Backhaus: Ländliche Regionen dürfen nicht vernachlässigt werden - EU-Agrarreform droht Mecklenburg-Vorpommern mit halben Subventionen und Jobverlusten

Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern müssen mit drastischen Kürzungen der EU-Subventionen rechnen, sollte die geplante Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in Kraft treten. Die Änderungen könnten die Direktzahlungen halbieren – von jährlich 314 Millionen Euro auf 151 Millionen Euro. Agrarminister Till Backhaus warnt vor schweren Folgen für Arbeitsplätze und Investitionen im ländlichen Raum.

Die vorgeschlagenen Kürzungen ergeben sich aus neuen Obergrenzen und gestaffelten Zahlungen für größere Betriebe im Rahmen der GAP. Betroffen wären über 1.400 Landwirtschaftsbetriebe in der Region, mit jährlichen Gesamtverlusten von mehr als 160 Millionen Euro. Backhaus betonte, die GAP sei weit mehr als nur Agrarsubventionen – sie sei das zentrale Instrument der EU für die Entwicklung des ländlichen Raums.

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Hinzu kommt eine wachsende Rechtsunsicherheit für die Landwirte. Aktuelle Gerichtsurteile stellen die geltenden Regeln zur Ausweisung nitratbelasteter Gebiete infrage. Auf der Agrarministerkonferenz in Bad Reichenhall (Bayern) forderte Backhaus gemeinsam mit Brandenburg klarere und praxistaugliche Düngeregeln. Er drängte auf schnelle rechtliche Anpassungen, um den Landwirten dringend benötigte Planungssicherheit zu geben.

Während die Diskussion sich auf Mecklenburg-Vorpommern konzentriert, gibt es bisher keine konkreten Informationen über mögliche ähnliche Auswirkungen in anderen Bundesländern oder EU-Staaten. Die vorliegenden Berichte befassen sich vor allem mit den regionalen Sorgen und den anstehenden nationalen GAP-Anpassungen für 2026.

Sollten die Kürzungen tatsächlich umgesetzt werden, drohen dem Agrarsektor der Region sinkende Investitionen und Arbeitsplatzverluste. Gleichzeitig müssten sich die Landwirte an strengere Düngeregeln halten – ohne klare rechtliche Vorgaben. Backhaus machte deutlich, dass die Reformen die lokalen Agrarstrukturen gefährden und destabilisieren könnten.

Quelle