Energiespeicher boomen: Wie Familien fast autark mit Solarstrom leben
Moritz AlbrechtEnergiespeicher boomen: Wie Familien fast autark mit Solarstrom leben
Der Markt für Energiespeicher in Deutschland wächst rasant – tausende Anlagen sind bereits in Betrieb. Sinkende Kosten machen die Systeme immer erschwinglicher und treiben die Verbreitung voran. Viele Haushalte, wie die Familie Schuhmann, nutzen sie mittlerweile für eine nahezu vollständige Energieautarkie.
2013 ließ Mario Schuhmann in seinem Haus in Höchstadt eine 23,4-Kilowatt-Photovoltaikanlage installieren. Ein Jahr später ergänzte er sie um ein 6,25-Kilowatt-Energiespeichersystem der VARTA Storage GmbH. Gemeinsam decken beide heute fast den gesamten Strombedarf der Familie ab.
Durch Batteriespeicher lässt sich der Eigenverbrauch von Solarstrom in Haushalten auf etwa 60 Prozent steigern. Diese Effizienz – kombiniert mit geringeren Kosten – befeuert die Nachfrage. Die Preise für Lithiumspeicher pro Kilowattstunde sanken 2014 und 2015 jeweils um 18 Prozent.
Bis Anfang 2016 waren in Deutschland rund 34.000 Energiespeichersysteme installiert. Seit März jenes Jahres fördert die Bundesregierung die Anschaffung über das KfW-Förderprogramm – etwa 19.000 Anlagen profitieren bereits davon. Die VARTA Storage GmbH unter der Leitung von CEO Herbert Schein erweitert ihr Produktportfolio in Erwartung weiteren Wachstums, insbesondere da die hohen Einspeisevergütungen für PV-Anlagen auslaufen.
Laut aktuellen Umfragen bleibt die öffentliche Unterstützung für Solarspeicher hoch. Diese Zustimmung, zusammen mit technologischen Fortschritten und finanziellen Anreizen, treibt den Markt weiter voran.
Das Beispiel der Familie Schuhmann zeigt, wie privater Energiespeicher in der Praxis funktioniert. Bei weiter sinkenden Kosten und staatlicher Förderung dürften viele Haushalte folgen. Das zweistellige Marktwachstum zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung.
