10 May 2026, 12:13

Energiegemeinschaften in Deutschland: Rechtliche Hürden bremsen lokalen Ökostrom-Austausch

Plakat mit Bäumen und Himmel im Hintergrund, mit dem Text: "Investitionen in Gemeinden: Größte Investition in ländliche Elektrizität seit den New Deal".

Energiegemeinschaften in Deutschland: Rechtliche Hürden bremsen lokalen Ökostrom-Austausch

Deutschland rückt näher an die Zulassung lokaler Energiegemeinschaften heran, doch es bleiben zentrale rechtliche Hürden. Das Konzept, das im Rahmen einer EU-Richtlinie eingeführt werden sollte, fehlt in der deutschen Gesetzgebung bisher an klaren Definitionen. Eine aktuelle Studie zeigt Lücken auf, die seine Wirksamkeit einschränken könnten, wenn sie nicht bald behoben werden.

Die Idee des Energie-Sharings sollte eigentlich über eine EU-Richtlinie in nationales Recht überführt werden. Doch Deutschland hat die Vorgabe noch nicht vollständig umgesetzt, sodass der Begriff unscharf bleibt. Diese Unklarheit erschwert die Skalierung von Projekten, bei denen Haushalte und Unternehmen erneuerbaren Strom innerhalb desselben Netzes teilen.

Eine Studie des Forschungszentrums für Energiewirtschaft (FfE) kommt zu dem Schluss, dass gut organisierte Energiegemeinschaften Netzentlastung bewirken und die Strompreise senken könnten. Der aktuelle Gesetzentwurf schließt jedoch Haushalte ohne Solaranlagen aus, was die Teilhabe einschränkt. Die Studie empfiehlt zeitvariable Netzentgelte, intelligente Steuerungssysteme und eine stärkere lokale Ausrichtung, um die Effizienz zu steigern.

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Mitte 2024 legte das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz zentrale Maßnahmen für die Umsetzung vor. Die Abgeordneten sollen am 20. Dezember 2024 über den Kabinettsentwurf abstimmen. Doch ob das Gesetz verabschiedet wird, ist noch ungewiss – die Zukunft der Energiegemeinschaften bleibt damit unklar.

Falls das Gesetz in Kraft tritt, könnten Gemeinschaften lokal erzeugten Ökostrom untereinander teilen. Ohne präzisere Regelungen und eine breitere Beteiligung dürften die Vorteile jedoch begrenzt bleiben. Die Empfehlungen der Studie könnten in den kommenden Jahren maßgeblich beeinflussen, wie erfolgreich Deutschland das System einführen wird.

Quelle