Deutschlands neuer Klimaplan: Braunkohle-Aus und Milliarden für Energieeffizienz
Anton HofmannDeutschlands neuer Klimaplan: Braunkohle-Aus und Milliarden für Energieeffizienz
Die deutsche Bundesregierung hat einen neuen Klimaplan verabschiedet, um ihr Ziel zur Reduzierung der CO₂-Emissionen bis 2020 zu erreichen. Die Strategie ersetzt frühere Vorschläge, darunter ein verworfener nationaler Emissionshandel für Braunkohlekraftwerke. Mehr als eine Milliarde Euro sollen jährlich in Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz fließen.
Laut Plan werden Braunkohlekraftwerke mit einer Leistung von 2,7 Gigawatt vom aktiven Strommarkt genommen und stattdessen in eine Kapazitätsreserve überführt. Mit diesem Schritt soll die Abhängigkeit von besonders emissionsintensiven Energiequellen verringert werden.
Der Ausbau des Stromnetzes wird fortgesetzt, wobei der Fokus auf der Optimierung bestehender Leitungen liegt. Zudem sollen mehr Erdkabel verlegt werden, um die Übertragungseffizienz zu verbessern.
Zusätzlich tragen die Betreiber von Atomkraftwerken künftig die volle Verantwortung für die Entsorgung des nuklearen Abfalls. Diese Regelung schafft klare Verantwortlichkeiten in der Branche.
Das gescheiterte Emissionshandelssystem für Braunkohle wurde durch umfassendere Maßnahmen ersetzt. Über eine Milliarde Euro jährlich fließen in Programme zur Energieeffizienz. Die Maßnahmen sollen Deutschland helfen, seine Klimaziele bis 2020 zu erreichen.
