Der rätselhafte Fall Travis Walton: Entführt von Außerirdischen in Arizona?
Anna KrauseDer rätselhafte Fall Travis Walton: Entführt von Außerirdischen in Arizona?
Einer der meistdiskutierten Fälle einer angeblichen Entführung durch Außerirdische in der Geschichte ereignete sich vor fast 50 Jahren in Arizona. Travis Walton, ein Holzfäller, der im Apache-Sitgreaves-Nationalforst arbeitete, verschwand im November 1975 spurlos, nachdem er auf ein seltsames Licht gestoßen war. Sein plötzliches Wiederauftauchen fünf Tage später löste jahrzehntelange Spekulationen und Ermittlungen aus.
Am 5. November 1975 beendeten Walton und sein Team aus Holzfällern gerade ihre Arbeit, als sie ein leuchtendes Objekt im Wald entdeckten. Als er sich ihm näherte, traf ihn ein Lichtstrahl und hob ihn in die Luft. Seine verängstigten Kollegen flohen vom Ort des Geschehens und erstatteten später bei der Polizei Anzeige – doch die Behörden wiesen ihre Schilderungen zunächst als unglaubwürdig zurück.
Fünf Tage nach seinem Verschwinden tauchte Walton desorientiert in der Nähe einer Tankstelle in Heber-Overgaard wieder auf. Er behauptete, an Bord eines außerirdischen Raumschiffs gewesen zu sein, und beschrieb die Wesen als kleine, haarlose Kreaturen mit übergroßen Köpfen und Augen. Sie hätten einteilige, rötlich-braune Overalls getragen, erzählte er, und auf eine Weise kommuniziert, die er nicht verstehen konnte.
Trotz Skepsis bestanden Walton und seine Kollegen mehrere Lügendetektortests. Kritiker warfen ihnen jedoch vor, die Geschichte erfunden zu haben, um Strafen für die Nichteinhaltung einer Abholzfrist zu entgehen. Der Fall erregte 1993 größere Aufmerksamkeit, als er unter dem Titel Feuer am Himmel verfilmt wurde.
Im Laufe der Jahre hat Walton stets an seiner Version der Ereignisse festgehalten. Der Vorfall zählt nach wie vor zu den am gründlichsten untersuchten – und umstrittensten – angeblichen Begegnungen mit Außerirdischen der Geschichte.
Mehr als fünf Jahrzehnte später spaltet der Fall noch immer die Gemüter. Waltons Schilderung, gestützt durch die Ergebnisse der Lügendetektortests und Zeugenaussagen, konnte nie endgültig widerlegt werden. Doch das Fehlen physischer Beweise sorgt dafür, dass die Debatte darüber, was sich damals wirklich in den Wäldern Arizonas zugetragen hat, bis heute andauert.






