Datev-Panne: Gehaltsdaten an falsche Empfänger verschickt – was Betroffene jetzt wissen müssen

Admin User
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Eine Datenkarte ist mit einem Laptop verbunden.Admin User

Datev-Panne: Gehaltsdaten an falsche Empfänger verschickt – was Betroffene jetzt wissen müssen

Technischer Fehler bei Datev: Gehaltsdaten an falsche Empfänger gesendet

Ein technisches Versagen im Rechenzentrum von Datev führte dazu, dass sensible Gehaltsdaten an falsche Empfänger übermittelt wurden. Bei dem Vorfall wurden vertrauliche Angaben zu Löhnen und Gehältern preisgegeben, darunter Namen, Adressen und Einkommensdaten. Viele betroffene Unternehmen und Arbeitnehmer wissen noch immer nichts von der Panne.

Ausgelöst wurde das Problem durch eine Störung, die verhinderte, dass Test-Gehaltsabrechnungen ihre eigentlichen Empfänger erreichten. Datev versuchte, die angestauten Daten durch eine Notlösung abzuarbeiten – doch dies führte dazu, dass hochsensible Informationen fehlerhaft verteilt wurden.

Zu den undicht gewordenen Daten zählen persönliche und finanzielle Angaben wie Sozialversicherungsnummern und Gehaltsangaben. Nach den Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) müssen Unternehmen solche Verstöße innerhalb von 72 Stunden melden und die Betroffenen informieren. Datev sieht sich jedoch als reiner Datenverarbeiter und überlässt die Benachrichtigungspflicht den Steuerberatungskanzleien und Unternehmen, die sein Lodas-System nutzen.

Laut Datev wurde das technische Problem bis spät Freitagabend behoben. Das Unternehmen arbeitet nun daran, alle betroffenen Kunden zu identifizieren und direkt zu kontaktieren. Damit beginnt die gesetzlich vorgeschriebene Kette von Meldungen an Mitarbeiter und Behörden.

Trotz der Behebung wissen viele Geschädigte weiterhin nicht, dass ihre Daten kompromittiert wurden. Unternehmen, die fälschlicherweise fremde Gehaltsabrechnungen erhielten, könnten den Fehler möglicherweise gar nicht bemerken.

Da der Vorfall vermutlich die Meldepflicht nach DSGVO auslöst, müssen betroffene Firmen schnell handeln. Datev setzt die Kontaktaufnahme mit Kunden fort, doch das volle Ausmaß der Datenpanne bleibt unklar. Arbeitnehmer und Unternehmen könnten erst durch die offiziellen Benachrichtigungen von dem Vorfall erfahren.