18 March 2026, 08:13

Bundesweiter Apotheken-Protest am 23. März: Warum Tausende Türen geschlossen bleiben

Eine Gruppe von Menschen mit Protestplakaten und Schildern vor einem Gebäude, mit zwei Personen im Vordergrund auf einem Gegenstand sitzend und einem Müllcontainer auf der rechten Seite, vor einem Hintergrund von Gebäuden mit Fenstern, Lichtern und Schildern in Deutschland.

Bundesweiter Apotheken-Protest am 23. März: Warum Tausende Türen geschlossen bleiben

Tausende Apotheken in ganz Deutschland werden am 23. März 2026 geschlossen bleiben, wenn Besitzer und Apothekerverbände zu einem bundesweiten Protest aufrufen. Die Aktion richtet sich gegen die Bundesregierung, die Forderungen nach höheren Vergütungen, faireren Regelungen und wirtschaftlicher Unterstützung zur Vermeidung von Schließungen nicht erfüllt hat. In Großstädten wie Berlin, Düsseldorf, Hannover und München werden Kundgebungen stattfinden.

Der Protest folgt einem Beschluss der ABDA (Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände) vom 25. Februar 2026. Apothekeninhaber fordern eine sofortige Überarbeitung der geplanten Apothekenreform (ApoVWG), eine längst überfällige Erhöhung der Vergütung sowie die Ablehnung von Vorhaben, die den Betrieb von Apotheken ohne anwesenden Apotheker ermöglichen sollen. Zudem verlangen sie, dass die Regierung frühere Zusagen zur wirtschaftlichen Stabilisierung einhält, um die flächendeckende Arzneimittelversorgung zu sichern.

Im Mittelpunkt des Streits steht das Fixum – eine seit 2013 unveränderte Pauschalvergütung für Apotheken, obwohl die Betriebskosten um 65 Prozent gestiegen sind. Die Besitzer warnen, dass ohne dringende Reformen weitere Apotheken schließen müssten, was zu Versorgungslücken im Gesundheitswesen führen würde. Bei der Aktion handelt es sich nicht um einen Streik, und sie wird auch nicht von Gewerkschaften organisiert. Stattdessen entscheiden die einzelnen Apothekenleiter selbst, ob sie am 23. März ihre Türen schließen.

Mitarbeiter erhalten für diesen Tag weiterhin ihren Lohn, selbst wenn ihre Apotheke geschlossen bleibt. Vorgesetzte dürfen Angestellte nicht zwingen, an den Demonstrationen teilzunehmen oder ausgefallene Stunden nachzuarbeiten. Allerdings können sie Aufgaben verteilen, die auch bei geschlossener Apotheke erledigt werden können. Die Notfallversorgung bleibt über Bereitschaftsapotheken gewährleistet, sodass Patienten weiterhin Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten haben.

Der Protest setzt die Politik unter Druck, auf langjährige Missstände zu reagieren. Apothekenbesitzer fordern konkrete Änderungen: höhere Gebühren, die Ablehnung von Apotheken ohne Apotheker vor Ort sowie finanzielle Entlastungen, um Schließungen zu verhindern. Ohne staatliches Eingreifen, so ihre Warnung, bleibe die Fähigkeit des Sektors, eine zuverlässige Versorgung zu garantieren, weiter gefährdet.

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