Bundeswehr will Reservisten bis 70 Jahre einsetzen – was das neue Gesetz ändert
Anton HofmannBundeswehr will Reservisten bis 70 Jahre einsetzen – was das neue Gesetz ändert
Bundeswehrminister will Altersgrenze für Reservisten von 65 auf 70 Jahre anheben
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius bereitet eine Erhöhung der Altersgrenze für Reservistinnen und Reservisten von 65 auf 70 Jahre vor. Die geplanten Änderungen, die Teil des bevorstehenden Reservistenstärkungsgesetzes sind, sehen zudem vor, dass Arbeitgeber künftig keine Einwände mehr gegen die Einberufung zu Übungen erheben können. Pistorius wird die neue Strategie am Mittwoch vorstellen; die vollständige Gesetzesvorlage soll im Sommer folgen.
Bisher können Arbeitgeber Widerspruch einlegen, wenn Reservisten zu Dienstübungen einberufen werden. Das geplante Gesetz würde diese Regelung abschaffen und sicherstellen, dass Reservisten ohne betriebliche Hindernisse an Ausbildungsmaßnahmen teilnehmen können. Die Teilnahme an den Übungen bleibt für die Reservisten selbst jedoch freiwillig.
Die Anhebung der Altersgrenze spiegelt einen allgemeinen Trend wider, da das Renteneintrittsalter steigt und ältere Menschen länger fit bleiben. Um die Änderungen umzusetzen, muss das Ministerium sorgfältig planen, wie viele Reservisten jährlich an Übungen teilnehmen sollen.
Pistorius betonte zudem die Bedeutung einer angemessenen Ausstattung und sinnvollen Ausbildung. Ziel ist es, sicherzustellen, dass Reservisten gut vorbereitet sind und bei Bedarf effektiv in militärische Operationen eingebunden werden können.
Das Reservistenstärkungsgesetz soll in den kommenden Monaten offiziell vorgestellt werden. Bei Verabschiedung würde es die Dienstaltersgrenze für Reservisten erhöhen und Arbeitgebern das Recht nehmen, gegen Einberufungen Widerspruch einzulegen. Die Reformen zielen darauf ab, eine zuverlässigere und leistungsfähigere Reserve für die Bundeswehr zu schaffen.






