Bundesregierung zahlt Millionen wegen Berechnungsfehler bei Auslandszulagen aus
Lukas MüllerBundesregierung zahlt Millionen wegen Berechnungsfehler bei Auslandszulagen aus
Die deutsche Bundesregierung hat aufgrund eines Berechnungsfehlers zu hohe Auslandszulagen an im Ausland tätige Beamte gezahlt. Ein privates Unternehmen, das mit der Datenverarbeitung beauftragt war, hatte alle Werte als positiv erfasst – wodurch die Einstufungen der Härtezonen an mehreren Standorten künstlich erhöht wurden. Von dem Fehler waren etwa ein Drittel der Auslandsdienststellen betroffen.
Die Panne betrifft 71 der insgesamt 220 Auslandsvertretungen. In der Folge erhielten Beamte an diesen Standorten höhere Zulagen als vorgesehen. Der finanzielle Schaden durch den Fehler wird auf rund fünf Millionen Euro geschätzt.
Die Auslandszulage soll Mitarbeiter für die höheren Lebenshaltungskosten und die besonderen Herausforderungen eines Auslandseinsatzes entschädigen. Bei ihrer Berechnung fließen sowohl Preisunterschiede für Waren und Dienstleistungen als auch nicht materielle Faktoren ein. Der Fehler wurde inzwischen bei der diesjährigen Anpassung der Zonenstufen behoben.
Das Auswärtige Amt prüft derzeit, ob es Schadensersatzansprüche gegen das für die Fehlberechnung verantwortliche Unternehmen geltend machen wird. Die korrigierten Werte gelten für künftige Zahlungen. Die Regierung bestätigte, dass sich der Fehler nicht mehr auf die aktuellen Zulagen auswirkt. Die Behörden ermitteln weiterhin das genaue finanzielle Ausmaß der Überzahlungen.






