26 June 2026, 10:11

Bundesnetzagentur kürzt Gewinnmargen der Netzbetreiber – Entlastung für Verbraucher in Sicht

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Bundesnetzagentur kürzt Gewinnmargen der Netzbetreiber – Entlastung für Verbraucher in Sicht

Die deutsche Energiewende sorgt angesichts steigender Kosten für wachsende Besorgnis. Die Bundesnetzagentur hat nun die Gewinnmargen für die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber gekürzt – die neuen Regelungen treten ab 2018/2019 in Kraft.

Bisher liegt die Gewinnmarge für bestehende Netzanlagen bei 7,14 Prozent, künftig sinkt sie auf 5,12 Prozent. Bei neuen Netzanlagen reduziert sich die Marge von 9,05 auf 6,91 Prozent.

Die Kosten für die Netzstabilisierung sind in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Der niederländische Netzbetreiber Tennet trug 2015 rund 70 Prozent dieser Ausgaben. Seine Aufwendungen für die Abregelung von Windkraft stiegen von 128 Millionen Euro im Jahr 2014 auf 329 Millionen Euro 2015. Die Kosten für das Hoch- und Runterfahren von Kraftwerken erhöhten sich im selben Zeitraum von 74 Millionen auf 225 Millionen Euro. Auch die Ausgaben für die Netzreserve kletterten von 92 Millionen auf 152 Millionen Euro.

Diese steigenden Belastungen haben die Netzentgelte in die Höhe getrieben. Allein in den letzten drei Jahren ist die jährliche Netzgebühr für einen durchschnittlichen deutschen Haushalt um 37 Euro gestiegen.

Die gesenkten Gewinnmargen sollen die finanzielle Belastung der Verbraucher verringern. Geringere erlaubte Gewinne könnten das weitere Ansteigen der Netzentgelte bremsen. Die Änderungen gelten ab 2018/2019 für alle vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber.

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