BSW fordert AfD zu öffentlichen Debatten vor Ost-Wahlen heraus
Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hat die politische Brandmauer gegen die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) infrage gestellt und vor den entscheidenden Landtagswahlen in Ostdeutschland im September 2021 öffentliche Debatten gefordert.
Die Partei forderte die AfD-Vorsitzende Alice Weidel zu zwei Diskussionen auf – eine in Magdeburg und eine in Schwerin. Vorgeschlagen wurde zudem eine prominent platzierte Debatte zwischen Weidel und der BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht auf einem zentralen Platz in Ostdeutschland.
Die Debatten sollen den Wahlen in Sachsen-Anhalt am 6. September und in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September vorausgehen. Das BSW argumentiert, dass beide Parteien – wenn auch aus unterschiedlichen Gründen – von der etablierten Politik kritisiert würden.
Die Allianz betonte, dass der Dialog mit der AfD nicht automatisch eine Koalition bedeute. Stattdessen fordert das BSW „überparteiliche Ministerpräsidenten“, die mit wechselnden Mehrheiten regieren – gegebenenfalls auch unter Einbeziehung der AfD. Ziel ist es, die Partei stärker in parlamentarische Entscheidungsprozesse einzubinden. Wagenknecht kritisierte zudem die mangelnde Repräsentation ihrer Partei in den öffentlich-rechtlichen Medien.
Mit diesen Vorstößen verändert das BSW seine Wahlkampfstrategie für die anstehenden Wahlen. Die Partei will die parlamentarischen Kräfteverhältnisse in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern neu gestalten. Die Debatten und das vorgeschlagene Regierungsmodell stehen im Mittelpunkt ihres Wahlkampfs.
