Bosch setzt auf E-Mobilität und erwartet Rekordumsatz trotz Rückschlägen bei Robotaxis
Moritz AlbrechtBosch setzt auf E-Mobilität und erwartet Rekordumsatz trotz Rückschlägen bei Robotaxis
Bosch, der weltweit größte Automobilzulieferer, prognostiziert für seine Sparten Automobiltechnik im Jahr 2021 ein Umsatzplus von zehn Prozent. Dies gab Konzernchef Volkmar Denner auf der IAA Mobility in München bekannt. Die Automobildivision bleibt damit das größte Geschäftsfeld des Unternehmens.
Denner verwies auf die anhaltend starke Nachfrage nach klassischen Verbrennermotoren-Komponenten, während der Wandel zur E-Mobilität voranschreitet. Gleichzeitig strebt Bosch an, in diesem Jahr mit Technologien für Elektrofahrzeuge einen Umsatz von über einer Milliarde Euro zu erzielen. Insgesamt hat das Unternehmen fünf Milliarden Euro in die Elektromobilität investiert – allein für 2021 sind zusätzlich 700 Millionen Euro vorgesehen.
Stefan Hartung, der im Vorstand für den Bereich Automobilzulieferung zuständig ist, sagte voraus, dass bis 2035 weltweit rund 60 Prozent der Neuzulassungen auf Elektroautos entfallen werden. Zudem verzeichnet Bosch im Bereich Fahrerassistenzsysteme ein rasantes Wachstum von über 40 Prozent im laufenden Jahr. Bis 2025 erwartet das Unternehmen hier einen Umsatz von mehr als fünf Milliarden Euro – das wäre das Fünffache des heutigen Werts.
Allerdings gab es Rückschläge bei der Entwicklung von Robotaxis: Der Partner Daimler zog sich aus der Führung bei der Massenmarkteinführung autonomer Fahrzeuge zurück, was zu Verzögerungen in diesem Bereich führte.
Bosch positioniert sich damit für eine Zukunft, die von Elektrofahrzeugen geprägt sein wird, bleibt aber gleichzeitig stark in der traditionellen Automobiltechnik. Die Investitionen in Elektromobilität und Fahrerassistenzsysteme unterstreichen das Engagement für zukunftsweisende Technologien. Trotz der Rückschläge bei autonomen Fahrzeugen bleiben die Wachstumsaussichten des Konzerns robust.






