BMW setzt auf Marge statt Masse – trotz Verlust der Luxus-Krone an Mercedes
Lukas MüllerBMW setzt auf Marge statt Masse – trotz Verlust der Luxus-Krone an Mercedes
BMW hat seine Strategie zur Sicherung der Rentabilität und Marktposition dargelegt. Das Unternehmen verlor 2016 zwar den Titel des umsatzstärksten Luxusautoherstellers an Mercedes-Benz, setzt aber weiterhin auf Margen statt auf Absatzzahlen. Finanzvorstand Nicolas Peter betonte, dass stabile Preise eine zentrale Priorität für das Geschäft darstellen.
2016 erreichte BMW eine operative Marge im Automobilbereich von 8,9 Prozent und blieb damit innerhalb der angestrebten Spanne von 8 bis 10 Prozent. Allerdings war das Unternehmen in einigen Märkten auf erhebliche Rabatte angewiesen, um Käufer zu gewinnen. Vorstandsvorsitzender Harald Krüger präzisierte, dass die Strategie Number One nicht allein auf Umsatzwachstum abzielt.
Vertriebschef Ian Robertson erklärte, BMW strebe zwar die Führung als weltweit führender Premium-Hersteller an, lege jedoch mehr Wert auf die Marge als auf reine Verkaufszahlen. Künftig will das Unternehmen seinen Fokus auf die profitabelsten Modelle richten. Um dies zu unterstützen, plant BMW für 2017 Preiserhöhungen – insbesondere auf dem US-Markt.
Bis Ende 2018 wird der Autobauer 40 neue oder überarbeitete Modelle auf den Markt bringen. Trotz seiner ehrgeizigen Pläne hat BMW jedoch keinen Zeitrahmen für die Rückeroberung des Titels als weltweit größter Premium-Hersteller gesetzt.
Zu den Maßnahmen gehören Preisanpassungen nach oben sowie eine stärkere Konzentration auf Modelle mit hoher Marge. Das Unternehmen bleibt damit seiner Linie treu, Rentabilität und Marktposition in Einklang zu bringen. Die Margenentwicklung 2016 spiegelt diesen Ansatz wider – auch angesichts des Wettbewerbs durch Konkurrenten wie Mercedes-Benz.
