BMW setzt auf digitale Revolution mit 3D, VR und AR in der Produktion
Anna KrauseBMW setzt auf digitale Revolution mit 3D, VR und AR in der Produktion
BMW revolutioniert seine Produktionsprozesse mit digitalen Spitzenwerkzeugen
Der Automobilkonzern hat in den vergangenen fünf Jahren 3D-Digitalisierung, Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) entwickelt, um die Fertigung effizienter zu gestalten. Diese Technologien kommen mittlerweile beim Entwurf von Werken, der Schulung von Mitarbeitenden und der Kostensenkung in weltweiten Standorten zum Einsatz.
Der digitale Wandel begann vor über einem halben Jahrzehnt im Rahmen der Industrie-4.0-Initiativen. Mithilfe von 3D-Laserscannern erstellen Ingenieure präzise geometrische Modelle der Produktionsstraßen in Form von Punktwolken. Diese Methode war entscheidend, um die Integration des BMW i4 in bestehende Systeme zu ermöglichen und die Vorfertigung der Cockpits neu zu gestalten.
Am Münchner Hauptsitz planen Teams mittlerweile die Umgestaltung von Werken in den USA und China – ganz ohne Reisetätigkeit. Das Rolls-Royce-Werk in Goodwood, Großbritannien, wurde vollständig digitalisiert, um frühere Fehler bei Modernisierungen zu vermeiden. Virtuelle Modelle erlauben es Planern, Layouts zu testen, bevor physische Umbauten beginnen.
Durch VR wird die frühe Planung kollaborativer: Sowohl Führungskräfte als auch Mitarbeitende aus der Produktion können digitale Fertigungsstraßen begutachten und Probleme erkennen, bevor die Produktion anläuft. AR geht noch einen Schritt weiter, indem es reale Arbeitsumgebungen mit Schulungsvideos oder Schritt-für-Schritt-Anleitungen überlagert. Neue Abläufe werden direkt am Fließband vermittelt – und mehrere Beschäftigte können gleichzeitig geschult werden.
Aktuell prüft das Unternehmen auch den Einsatz von AR, um Mitarbeitende zu Fahrzeugen zu leiten, die manuelle Nacharbeit benötigen. Bedenken gibt es jedoch noch, ob das Personal bereit ist, über längere Zeit Headsets zu tragen.
Die digitalen Werkzeuge von BMW prägen mittlerweile alle Bereiche – von der Werksplanung bis zur Mitarbeiterqualifizierung. Der Umstieg auf 3D-Modellierung, VR und AR hat Fehlerquoten reduziert, Zeit eingespart und Reisekosten gesenkt. Während der Konzern seine intelligente Fertigung weiter verfeinert, wird das System kontinuierlich ausgebaut.






