BMW korrigiert Finanzziele 2026 drastisch nach unten – Gewinne brechen ein
Anna KrauseBMW korrigiert Finanzziele 2026 drastisch nach unten – Gewinne brechen ein
BMW senkt seine Finanzprognose für 2026 drastisch
Der Autokonzern hat am Dienstagabend eine deutliche Verschlechterung seiner Erwartungen für das Jahr 2026 bekannt gegeben. Der Gewinn pro Aktie werde nun deutlich sinken, hieß es in der Mitteilung.
Die Automobilsparte steht vor einem schwierigeren Jahr als bisher angenommen. Die Auslieferungen von Fahrzeugen dürften im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgehen – eine Entwicklung, die sich durch die verschärfte Marktschwäche in China beschleunigt hat, insbesondere im zweiten Quartal.
Auch die Prognose für die Rendite auf das eingesetzte Kapital (RoCE) im Automobilbereich wurde vom Vorstand nach unten korrigiert. Der neue Zielkorridor liegt nun zwischen 1 und 5 Prozent, nachdem zuvor noch 6 bis 10 Prozent erwartet worden waren. Ebenso wurde die EBIT-Marge im Fahrzeuggeschäft auf 1 bis 3 Prozent gesenkt – ursprünglich war ein Bereich von 4 bis 6 Prozent avisiert worden.
Als Gründe für die Abwertung nannte das Unternehmen mehrere Belastungsfaktoren, darunter den anhaltenden Nahostkonflikt und steigende Energiepreise. In der Folge werde der Konzerngewinn vor Steuern deutlich einbrechen.
Als Reaktion will BMW seine Sparmaßnahmen beschleunigen. Ab 2026 sollen zusätzliche strukturelle Effizienzprogramme umgesetzt werden, um die finanziellen Herausforderungen zu bewältigen.
Die überarbeitete Prognose markiert einen deutlichen Umschwung für den Konzern: Die Automobilsparte muss nun mit schrumpfenden Margen, geringeren Renditen und rückläufigen Gewinnen rechnen. Mit Kostensenkungen soll der finanziellen Belastung entgegengewirkt werden.






