Bis zu 200 Euro mehr: Wer 2026 von neuen Sozialleistungen profitiert
Anton HofmannBis zu 200 Euro mehr: Wer 2026 von neuen Sozialleistungen profitiert
Empfänger von Sozialleistungen in Deutschland könnten 2026 bis zu 200 Euro mehr pro Monat erhalten. Die Erhöhung ergibt sich nicht aus einer Anpassung der Regelbedarfe, sondern aus zusätzlichen Zuschlägen. Besonders profitieren werden Alleinerziehende und Menschen mit Behinderungen.
Die Bürgergeld-Regelsätze bleiben zwar im kommenden Jahr unverändert. Doch durch spezifische Mehrbedarfszuschläge könnten die Gesamtzahlungen für manche Haushalte steigen. So erhalten etwa Alleinerziehende mit einem Kind unter sieben Jahren einen Aufschlag von 36 Prozent – das entspricht rund 203 Euro zusätzlich im Monat.
Menschen mit Behinderungen, die berufliche Rehabilitationsmaßnahmen oder ähnliche Leistungen in Anspruch nehmen, können einen 35-prozentigen Zuschlag von etwa 200 Euro erhalten. Schwangere haben ab der 13. Woche Anspruch auf einen 17-prozentigen Aufschlag, was fast 100 Euro extra bedeutet.
Haushalte, die ihr Wasser dezentral erwärmen, bekommen einen monatlichen Warmwasserzuschuss von 12,95 Euro – bei Single-Haushalten. Alleinerziehende mit Kindern können je nach Situation noch höhere Zuschläge zwischen 12 und 60 Prozent des Regelsatzes erhalten.
Wie viele Haushalte 2023 diese zusätzlichen Leistungen bezogen, ist nicht bekannt. Auch gibt es keine Daten dazu, in welchen Regionen die höchsten Ausgaben für solche Zuschläge anfielen.
Die Änderungen bedeuten, dass einige Leistungsbezieher deutlich mehr Unterstützung erhalten – ohne dass sich der Grundsatz ändert. Ob Anspruch auf die Extra-Zahlungen besteht, hängt von individuellen Umständen ab, etwa einer Behinderung, einer Schwangerschaft oder Elternschaft. Die neuen Regelungen treten 2026 in Kraft.