12 June 2026, 18:09

Bildungsminister wollen Schulsport mit mehr Wettbewerb stärken

Bildungsminister fordern mehr Wettbewerb bei den nationalen Jugendspielen

Bildungsminister wollen Schulsport mit mehr Wettbewerb stärken

Bildungsminister fordern Rückkehr zu wettkampforientiertem Schulsport

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Die deutschen Bildungsminister setzen sich dafür ein, Wettbewerbe im Schulsport wieder stärker zu fördern. Der Vorstoß folgt auf eine Reform aus dem Jahr 2023, die Grundschulspiele weniger leistungsorientiert gestaltet hatte. Nun soll bei den Bundesjugendspielen der Fokus auf Wettbewerb wieder gestärkt werden.

2023 waren die Bundesjugendspiele an vielen Grundschulen in spielerische, nicht-wettbewerbsorientierte Formate umgewandelt worden. Damit rückte die Messung von Leistungen – etwa bei Sprints oder Weitsprüngen – in den Hintergrund.

Bundesbildungsministerin Karin Prien plädiert inzwischen für eine Rückkehr zum traditionellen Wettbewerb. Ab dem nächsten Schuljahr sollen Schulen wieder die Möglichkeit haben, leistungsbasierte Leichtathletik- und Schwimmwettkämpfe für Dritt- und Viertklässler einzuführen. Dabei sind exakte Zeitmessungen und Vermessungen bis auf den Zentimeter erlaubt.

Baden-Württembergs Bildungsminister Andreas Jung führt für sein Bundesland verbindliche Regeln ein, die präzise Messungen sowie die Vergabe von Gold-, Silber- und Bronzediplomen vorsehen. Hessens Bildungsminister Armin Schwarz begrüßt die Neuausrichtung und betont die Bedeutung von Leistungsorientierung. Sachsens Bildungsminister Conrad Clemens sieht in solchen Wettbewerben sogar eine Chance, künftige Olympioniken zu fördern.

Die konkrete Ausgestaltung der Bundesjugendspiele bleibt jedoch weiterhin den Ländern, Schulen und Lehrkräften überlassen. Die Änderungen treten ab dem kommenden Schuljahr in Kraft. Die Schulen können dann selbst entscheiden, ob sie wettbewerbsorientierte Formate bei den Bundesjugendspielen wieder einführen. Ziel ist es, Leistung zu fördern, ohne die Flexibilität für lokale Entscheidungen einzuschränken.

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