13 March 2026, 08:16

BDLI schafft neue Position für bessere Start-up-Kooperation in der Luftfahrtbranche

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer detaillierten Zeichnung eines Flugzeugs, das als Leonardo da Vincis Patent für eine fliegende Maschine gilt, mit begleitendem Text zum Patentverfahren.

BDLI schafft neue Position für bessere Start-up-Kooperation in der Luftfahrtbranche

Der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) hat eine neue Vorstandsposition eingeführt, um die Zusammenarbeit mit Start-ups zu stärken. Florian Seibel, Mitgründer von Quantum Systems, übernimmt die neu geschaffene Rolle als Startup-Beauftragter. Mit diesem Schritt will der Verband die Vernetzung zwischen etablierten Luftfahrtunternehmen und aufstrebenden Firmen intensivieren.

Der BDLI vertritt mehr als 260 Mitgliedsunternehmen mit rund 120.000 Beschäftigten und einem jährlichen Umsatz von 52 Milliarden Euro. Um Innovationen zu fördern, hat der Verband die Position des Startup-Beauftragten ins Leben gerufen – mit dem Ziel, jungen Unternehmen der Branche mehr Sichtbarkeit zu verschaffen.

Für diese Aufgabe wurde Florian Seibel ausgewählt, der als Co-Geschäftsführer des Münchner Unternehmens Quantum Systems tätig ist. Das Unternehmen ist mittlerweile an neun Standorten in sieben Ländern vertreten, hat seinen Hauptsitz jedoch weiterhin in Koblenz. Vor seiner unternehmerischen Laufbahn diente Seibel bei der Bundeswehr und studierte Luft- und Raumfahrttechnik an der Technischen Universität München.

Schwerpunkt der neuen Position ist die Förderung innovativer Geschäftsmodelle sowie die Mitgestaltung zukünftiger Technologien gemeinsam mit Start-ups. Michael Schoellhorn, BDLI-Präsident und CEO von Airbus Defence and Space, betonte, dass junge Unternehmen für den langfristigen Erfolg der Branche unverzichtbar seien. Start-ups können dem BDLI beitreten, wenn sie folgende Kriterien erfüllen: Sie dürfen nicht länger als fünf Jahre am Markt sein, weniger als 100 Mitarbeiter beschäftigen und einen Jahresumsatz von unter zehn Millionen Euro erzielen.

Seibels Berufung markiert einen wichtigen Schritt hin zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen der Luftfahrtbranche und Start-ups. Der BDLI will die neue Position nutzen, um frische Geschäftsideen voranzutreiben und die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu sichern. Start-ups, die die Mitgliedsvoraussetzungen erfüllen, können sich ab sofort um Unterstützung durch den Verband bewerben.

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