13 March 2026, 20:22

Bayern verschiebt Beamten-Gehaltserhöhungen – Gewerkschaften protestieren scharf

Eine Gruppe von Menschen auf dem Dach eines Gebäudes stehend, die eine Fahne halten, mit einem Baum links und Glasfenstern im Hintergrund, wahrscheinlich protestierend für die deutsche Regierung.

Bayern verschiebt Beamten-Gehaltserhöhungen – Gewerkschaften protestieren scharf

Die bayerische Landesregierung hat Pläne bekannt gegeben, geplante Gehaltserhöhungen für Beamte um sechs Monate zu verschieben. Dieser Schritt bricht mit der üblichen Praxis und hat Kritik von Gewerkschaften ausgelöst. Eine Online-Petition gegen die Entscheidung hat bereits über 20.000 Unterschriften gesammelt.

Am 14. Februar 2026 hatten sich Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in den meisten Bundesländern auf eine Lohnerhöhung von 5,8 Prozent verständigt, die über 27 Monate gestaffelt werden sollte. Die Vereinbarung sah Erhöhungen von 2,8 Prozent ab dem 1. April 2026, 2 Prozent ab dem 1. März 2027 und 1 Prozent ab dem 1. Januar 2028 vor. Bayern kündigte jedoch umgehend an, diese Anpassungen für seine Beamten zu verschieben – auf Oktober 2026 bzw. September 2027.

Der Bayerische Beamtenbund (BBB) verurteilte das Vorgehen der Landesregierung scharf und warf ihr vor, damit langjährige Traditionen zu untergraben. Die Gewerkschaft kritisierte zudem, dass die Verschiebung noch vor Beginn formaler Verhandlungen bekannt gegeben wurde. Laut aktuellem Plan entfällt auch die im Bundestarifvertrag garantierte Mindesterhöhung von 100 Euro für bayerische Beamte.

Der zweijährige Haushaltsplan des Freistaats sieht die Verschiebung der beiden geplanten Gehaltsanpassungen bereits vor. Betroffen sind vor allem Lehrkräfte, deren Gehaltserhöhungen nun sechs Monate später als ursprünglich vereinbart in Kraft treten.

Die Regierung bestätigte, dass sie an dem verschobenen Zeitplan für künftige Erhöhungen festhalten wird. Beamte und Pensionäre erhalten ihre erste Anpassung damit erst am 1. Oktober 2026 statt wie vorgesehen am 1. April. Dadurch entfällt für sie auch die Mindesterhöhung von 100 Euro.

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