Bayern führt schärfere Ferienwohnungs-Regeln gegen Wohnungsmangel ein
Anton HofmannNeue Transparenz zur Verhinderung von Missbrauch von Wohnraum - Bayern führt schärfere Ferienwohnungs-Regeln gegen Wohnungsmangel ein
Bayern verschärft Regeln für Ferienwohnungen zur Bekämpfung von Wohnungsmangel
Der Freistaat hat strengere Vorschriften für kurzfristige Ferienvermietungen eingeführt, um der Wohnungsnot in den Städten entgegenzuwirken. Der Landtag verabschiedete neue Maßnahmen, die Eigentümer:innen verpflichten, ihre Objekte vor einer Vermietung über Plattformen wie Airbnb zu registrieren. Die Änderungen treten im April 2026 in Kraft und stehen im Einklang mit einer EU-weiten Initiative für bessere Regulierung.
Der Schritt folgt Kritik, wonach Kurzzeitvermietungsplattformen die Wohnungsknappheit in Ballungsräumen verschärft hätten. Städte wie München, Nürnberg und Augsburg haben bereits eigene lokale Meldeverfahren eingeführt – insgesamt 42 bayerische Kommunen handelten bereits vor dem neuen Gesetz.
Nach dem überarbeiteten Zweckentfremdungsgesetz müssen Eigentümer:innen ihre Immobilien vor der Online-Bewerbung offiziell anmelden. Nach der Registrierung erhalten sie eine eindeutige Nummer, die in den Vermietungsanzeigen angegeben werden muss. Zudem erhalten die Kommunen Zugang zu einem EU-weiten Datenaustauschsystem, das die Überwachung und Durchsetzung der Vorschriften erleichtert.
Ziel des Gesetzes ist es, die Umwandlung von Dauerwohnraum in Ferienwohnungen einzudämmen. Durch strengere Meldepflichten hoffen die Behörden, mehr Wohnungen für die lokale Bevölkerung freizumachen.
Die neuen Regelungen treten am 1. April 2026 in Kraft. Eigentümer:innen müssen die Anmeldebestimmungen einhalten oder mit Strafen rechnen. Die Kommunen nutzen das EU-Datensystem, um Angebote zu überwachen und die Einhaltung des Gesetzes sicherzustellen.






