Bayerische Städte setzen auf offene Geodaten für mehr Transparenz und Service
Anna KrauseBayerische Städte setzen auf offene Geodaten für mehr Transparenz und Service
Zwei bayerische Städte haben kürzlich offene Geodaten-Plattformen eingeführt, um den öffentlichen Zugang zu lokalen Informationen zu verbessern. Nürnberg und Ingolstadt bieten nun digitale Werkzeuge an, die dem ABGIS von Aschaffenburg ähneln, das bereits im April 2025 an den Start ging. Diese Systeme liefern Echtzeitdaten zu allem – von Baustellen bis hin zu öffentlichen Einrichtungen.
Aschaffenburg führte ABGIS im Rahmen seiner Digitalstrategie Dialogstadt ein, die das tägliche Leben durch Technologie erleichtern soll. Die Plattform vereint Landes- und Kommunaldaten und zeigt Live-Updates zu Baustellen, Spielplätzen, Behindertenparkplätzen und kostenlosen WLAN-Hotspots an. Eine 3D-Gebäudeansicht mit Schattenprojektionen unterstützt zudem Stadtplaner und Anwohner bei der Bewertung der Sonneneinstrahlung.
Das System basiert auf einer Open-Source-Software, die ursprünglich von Hamburg entwickelt wurde. Dies garantiert geringere Kosten und Flexibilität für künftige Aktualisierungen. Seit dem Start wurde ABGIS kontinuierlich erweitert, mit Plänen zur Integration von Echtzeitdaten zu Behinderten- und Busparkplätzen. Weitere Updates sollen Stadtführungen, Bildung, Gesundheit, Nachhaltigkeit sowie Angebote religiöser Gemeinden umfassen.
Nürnberg schloss sich im März 2025 diesem Trend an, indem es seine Daten über das Bayerische Open-Data-Portal zugänglich machte. Einen Monat später veröffentlichte Ingolstadt rund 200 statistische Datensätze und nutzt dabei KI, um die Metadatenverwaltung zu optimieren. Beide Städte bieten nun offenen Zugang zu lokalen Informationen – ganz im Sinne des ABGIS-Modells.
Die neuen Plattformen in Nürnberg und Ingolstadt folgen dem Vorbild Aschaffenburgs und stellen kommunale Daten kostenfrei zur Verfügung. Bürger und Planer können so detaillierte Echtzeitinformationen abrufen, um ihre täglichen Entscheidungen zu unterstützen. Mit der weiteren Entwicklung dieser digitalen Tools sind zusätzliche Erweiterungen zu erwarten.






