Airbus feuert 16 Mitarbeiter nach Spionageverdacht mit Militärdokumenten
Anton HofmannAirbus feuert 16 Mitarbeiter nach Spionageverdacht mit Militärdokumenten
Airbus hat 16 Mitarbeiter fristlos entlassen, nachdem bekannt wurde, dass sie in einen Skandal um geheime deutsche Militärdokumente verwickelt waren. Der Fall war erstmals durch einen Bericht der „Welt am Sonntag“ ans Licht gekommen. Das Unternehmen bestätigte die Entlassungen, äußerte sich jedoch nicht weiter zu den Vorfällen.
Die Kündigungen erfolgten Mitte September. Airbus hatte entdeckt, dass Mitarbeiter unberechtigt im Besitz von Dokumenten mit der Geheimhaltungsstufe VS-NfD waren – der niedrigsten Einstufung für „Nur für den Dienstgebrauch“. Unter den Entlassenen befand sich auch ein Abteilungsleiter.
Das Unternehmen informierte umgehend die Justizbehörden sowie das Bundesministerium der Verteidigung über den Verdacht auf Fehlverhalten. Die Münchner Staatsanwaltschaft hat inzwischen Ermittlungen eingeleitet. Bisher wurden 17 Beschuldigte, darunter die entlassenen Mitarbeiter, wegen des Verdachts der Weitergabe von Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen oder der Anstiftung dazu angeklagt.
Die Ermittlungen dauern noch an. Airbus hat konsequent reagiert und die Beteiligten von ihren Positionen entfernt. Die Behörden prüfen weiterhin das Ausmaß und die Folgen des unrechtmäßigen Umgangs mit den Dokumenten.






