17 June 2026, 18:17

Abschied vom Gorki-Theater: Ein Abend voller Emotionen und kultureller Zeugnisse

Lieder aus den letzten Jahren am Maxim Gorki

Abschied vom Gorki-Theater: Ein Abend voller Emotionen und kultureller Zeugnisse

Das Maxim-Gorki-Theater in Berlin hat seinen Abschied mit einem letzten Abend unter dem Titel Lieder aus den letzten Jahren begangen. Die Veranstaltung würdigte aktuelle Produktionen und bot Reden, Aufführungen sowie eine Feier, um das Erbe des Hauses zu ehren.

Den Auftakt machte Via Jikeli mit Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen aus Christian Weises Der Untertan. Später trug Jonas Dassler den Fledermaus-Aussterbe-Song vor und bereicherte damit das Programm des Abends.

Die scheidende Intendantin Shermin Langhoff hielt eine kurze Ansprache – statt ihre vorbereiteten Notizen vorzulesen, ließ sie die Blätter einfach zu Boden gleiten. Auch der baden-württembergische Ministerpräsident Cem Özdemir würdigte sie in einer Rede.

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Der Satz Das Gorki ist tot. Es lebe das Gorki! symbolisierte den Abschied des Theaters und zugleich einen Wandel in seiner künstlerischen Ausrichtung. Das sogenannte postmigrantische Theater wurde damit als fester Bestandteil des kulturellen Kanons anerkannt.

Nach der Veranstaltung zog die Gruppe weiter in eine Bar nach Neukölln, um die Feierlichkeiten fortzusetzen. Unterdessen kündigte M., eine langjährige Berlinerin, nach zwölf Jahren in der Stadt ihre Rückkehr nach Kassel an.

Der Abschiedsabend stand für die prägende Wirkung des Gorki-Theaters auf die deutsche Theaterlandschaft. Gleichzeitig rückte er die Verdienste Shermin Langhoffs und den anhaltenden Einfluss postmigrantischen Erzählens in den Fokus. Die Schließung des Hauses markiert das Ende einer Ära – doch sein Vermächtnis bleibt bestehen.

Quelle