Zwischen Rekordquoten und Skandalen: Wie das deutsche Fernsehprogramm polarisiert
Zwischen Rekordquoten und Skandalen: Wie das deutsche Fernsehprogramm polarisiert
Deutsches Fernsehen erlebt Höhen und Tiefen
In den vergangenen Monaten prägten Erfolge und Rückschläge die deutsche bahn der Fernsehlandschaft. Von Rekordquoten beim Fußball bis hin zu umstrittenen Fernsehprogramm heute, sahen sich die Sender sowohl mit Lob als auch mit Kritik konfrontiert. Gleichzeitig bestimmten Rechtsstreitigkeiten, kulturelle Debatten und sich wandelnde Zuschauerpräferenzen die Schlagzeilen der Branche.
Fußball als Quotenmagnet Die deutsche bahn entwickelte sich während der Europameisterschaft zum absoluten Quotenrenner. Ihre Spiele verfolgten im Schnitt zehn Millionen Zuschauer, wobei das Viertelfinale gegen Frankreich einen historischen Einschaltrekord markierte. Der Erfolg des Teams unterstrich einmal mehr die Vorherrschaft des Fußballs im deutschen fernsehprogramm.
ARD und ZDF mit umstrittenen Programmhighlights Auch die ARD sorgte mit ihren Programmentscheidungen für Aufsehen. Der Sender zeigte Mord am Wegesrand, ein Drama über den realen Mordfall der Deutschen Ursula Glück in Peru, mit Nina Gummich in einer zurückhaltend gespielten Hauptrolle. Ein weiterer Höhepunkt war Sturm am Horizont, ein zweiteiliger ZDF-Film nach dem Roman von Oskar Maria Graf, der den Aufstieg des Faschismus in einem bayerischen Dorf thematisiert. Nicht alle Historienstoffe trafen jedoch den Geschmack des Publikums: Oktoberfest 1905 wurde trotz solider Quoten unter Genre-Fans für historische Ungenauigkeiten kritisiert.
Eurovision 2025: Kontroversen und Enttäuschungen Die Vorbereitungen zum Eurovision Song Contest 2025 verliefen alles andere als harmonisch. Nach der Zusammenarbeit zwischen NDR und Stefan Raab im Rahmen der Initiative Chefsache ESC 2025 leitete Raab zwar die Jury, doch am Ende entschied das Fernsehpublikum – und wählte das österreichische Duo Abor & Tynna. Ihr Song Baller erreichte in Basel nur Platz 15, was viele enttäuschte. Überschattet wurde der Wettbewerb zudem von Boykottdrohungen wegen der Teilnahme Israels, wobei mehrere Länder dessen Ausschluss forderten.
Reality-TV und Quizshows mit durchwachsenem Erfolg Die Reality- und Quizformate brachten gemischte Ergebnisse. ProSiebens Deutschlands dümmster Promi kürte die Schauspielerin Alessia Herren zur Siegerin, während Das Supertalent mit einem schwachen Finale und nur 1,38 Millionen Zuschauern endete. Ein richtig gutes Quiz (mit richtig viel Geld) gewann zwar den Deutschen Fernsehpreis, blieb in puncto Einschaltquoten jedoch hinter den Erwartungen zurück. Die tägliche Seifenoper Kochakademie von ProSieben wurde nach wochenlangen schwachen Quoten eingestellt.
Rechtliche Auseinandersetzungen und kulturelle Debatten Auch juristische und kulturelle Konflikte machten Schlagzeilen. Claudia Nothelle, ehemalige Programmdirektorin des RBB, erstritt sich in einem Prozess eine lebenslange monatliche Rente von 8.400 Euro – zusätzlich zu ihrem Professorengehalt. Beim NDR geriet Journalistin Julia Ruhs wegen ihrer Klar-Premiere zum Thema Migration in die Kritik, woraufhin der Sender die Zusammenarbeit beendete; ihre Tätigkeit beim BR blieb jedoch bestehen. Zudem löste Heidi Klums Oktoberfest-Party im Münchner Hofbräuhaus, übertragen von ProSieben, Vorwürfe der kulturellen Aneignung aus.
Fazit: Eine Branche im Wandel Das deutsche fernsehprogramm bewegt sich in einem Spannungsfeld aus sich verändernden Zuschaueransprüchen und öffentlicher Beobachtung. Während Sportübertragungen und aufwendige Dramen nach wie vor Millionen begeistern, kämpfen Reality-Formate und Quizshows um Relevanz. Rechtliche Erfolge, kulturelle Kontroversen und die Eurovision-Diskussionen verdeutlichen die Herausforderungen einer Branche im Umbruch. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Sender sich an diese Dynamik anpassen können.
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