07 May 2026, 02:16

Zoll schlägt zu: 17 Millionen Euro Plagiatware und illegale Exporte gestoppt

Schwarzes und weißes Papier mit der Aufschrift "A.S. Cleghorn & Co. Importeure, Groß- und Einzelhandelsgeschäft für Allgemeinwaren."

Zoll schlägt zu: 17 Millionen Euro Plagiatware und illegale Exporte gestoppt

Zollbeamte am Grenzübergang Suben haben einen großen Schlag gegen Produktpiraterie gelandet. Bei der Razzia wurden gefälschte Kleidung im Wert von über 17 Millionen Euro sowie tausende gefälschte Etiketten für Shisha-Tabak beschlagnahmt. Zudem deckten die Behörden einen illegalen Müllexport und eine nicht genehmigte Lieferung von Hochtechnologie-Geräten auf.

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Das Subener Zollteam stoppte eine große Sendung mit gefälschter Kleidung, die für den europäischen Markt bestimmt war. Zwischen unmarkierter Ware versteckt, imitierten die Plagiate über 140 Luxusmarken. Die meisten Lieferungen stammten aus der Türkei, wo niedrige Produktionskosten genutzt werden, um die Märkte mit Fälschungen zu fluten.

In einem separaten Fall beschlagnahmten die Beamten 9.000 gefälschte Verpackungsetiketten und Aufkleber für Shisha-Tabak. Die Fälschungen ahmtem etablierte Marken nach und stellten ein Risiko für die Verbrauchersicherheit sowie die Steuerehrlichkeit dar.

Astrid Früchtl, Leiterin des Zollamts Suben, wies auf die Gefahren gefälschter Technikware hin. Solche Produkte entsprächen oft nicht den Sicherheitsstandards und gefährdeten damit die Nutzer. Elvira Enders-Beetschen, Sprecherin des Hauptzollamts Landshut, betonte zudem, wie Produktpiraterie legale Unternehmen schädige, indem sie den fairen Wettbewerb untergrabe.

Die Beamten vereitelten zudem einen illegalen Müllexport, der gegen strenge EU-Vorgaben verstößt. Außerdem stoppten sie den Versand einer Laserschneidemaschine in den Iran, für die die erforderliche Genehmigung für Dual-Use-Güter fehlte. Beide Fälle zeigen, wie der Zoll Handelsgesetze durchsetzt und öffentliche Interessen schützt.

Um über ihre Arbeit zu informieren, veranstaltet das Hauptzollamt Landshut am 26. April 2025 in Altdorf und am 10. Mai 2025 in Passau Berufsinformationstage. Die Zollinfotage bieten Einblicke in die Aufgabenbereiche der Zollverwaltung, von der Bekämpfung von Produktpiraterie bis zur Einhaltung von Handelsvorschriften.

Die Beschlagnahmungen unterstreichen das breite Aufgabenspektrum des Zolls – vom Kampf gegen Fälschungen bis zur Kontrolle von Exportrestriktionen. Über 17 Millionen Euro an Plagiatware wurden so dem Markt entzogen, während illegale Lieferungen von Müll und Hochtechnologie gestoppt wurden. Die anstehenden Berufsinformationstage sollen neue Mitarbeiter gewinnen, da die Anforderungen an die Vollzugskräfte steigen.

Quelle