Wie BMW 1972 mit der Motorsport GmbH Rennsportgeschichte schrieb
1972 markierte für BMW einen kühnen Schritt in den Motorsport: Die Gründung der jüngsten Tochtergesellschaft, der BMW Motorsport GmbH. Mit diesem Vorstoß wollte das Unternehmen die wachsende Nachfrage und das ungenutzte Potenzial im Rennsport nutzen. Unter neuer Führung strebte die Marke danach, ihre Wettbewerbsfähigkeit mit Hochleistungsfahrzeugen zu stärken.
Die Entscheidung zur Gründung der BMW Motorsport GmbH ging vom Vorstand des Unternehmens aus, angeführt von Eberhard von Kuenheim. Seine Strategie umfasste die Schaffung einer hauseigenen Sportabteilung, um BMWs Rennsportambitionen voranzutreiben. Am 1. Mai 1972 nahm die Tochtergesellschaft offiziell ihre Arbeit auf.
Jochen Neerpasch, ehemaliger Porsche-Werksfahrer, übernahm als Geschäftsführer die Leitung. Seine Erfahrung im Motorsport prägte die Ausrichtung der neuen Sparte maßgeblich. Zur gleichen Zeit beschrieb BMW-Vorstandsmitglied Robert A. Lutz das Unternehmen als „fit, gut trainiert, voller Begeisterung und Leistung“ – eine Einstellung, die perfekt zu den Rennsportzielen passte.
Zu den ersten Projekten der Tochtergesellschaft zählten ein modifiziertes Modell der 2002er-Baureihe für Rallye-Einsätze sowie die legendäre 3.0 CSL, ein Tourenwagen-Coupé. Letzteres verfügte über einen 3,3-Liter-Reihensechszylinder mit 360 PS – ein Triebwerk, das zugleich der letzte Zweiventil-Motor war, den BMW jemals für den Rennsport baute. Im Laufe der Zeit entwickelte sich das Unternehmen weiter und firmierte schließlich als BMW M GmbH um.
Die BMW Motorsport GmbH bildete einen Wendepunkt in der Rennsportgeschichte der Marke. Frühere Modelle wie der 3.0 CSL setzten neue Maßstäbe in Sachen Leistung. Die Gründung der Tochtergesellschaft legte zudem den Grundstein für BMWs späteren Erfolg im Motorsport unter dem Dach der M-Division.






