07 May 2026, 16:29

Weißstörche in Hessen: Mehr Nester, mehr Konflikte mit Strom und Bahn

Zwei Weißstörche auf einem Nest auf einem Mast mit sichtbaren Drähten und einer Straßenlaterne im Hintergrund.

Weißstörche in Hessen: Mehr Nester, mehr Konflikte mit Strom und Bahn

Weißstorch-Bestände in Hessen steigen – doch ihre Nistgewohnheiten sorgen für wachsende Probleme

Die Zahl der Weißstörche in Hessen nimmt zu, doch ihre Wahl der Nistplätze gibt zunehmend Anlass zur Sorge. Immer häufiger bauen die großen Vögel ihre Horste auf Strommasten und Eisenbahninfrastrukturen, was sowohl für die Tierwelt als auch für die öffentliche Versorgung Risiken birgt. Die Behörden ergreifen nun Maßnahmen, um das Problem zu lösen – ohne die geschützte Art zu gefährden.

In diesem Jahr verzeichneten die Landkreise Groß-Gerau, Darmstadt-Dieburg und Main-Kinzig einen deutlichen Anstieg von Storchennestern auf Hochspannungsmasten. Besonders betroffen ist die Rhein-Main-Region, vor allem um Hochheim und Wallau. Die bis zu mehrere hundert Kilogramm schweren Nester gefährden die Standfestigkeit der Masten und können Kurzschlüsse auslösen.

Für die Störche selbst bergen die Nester auf Stromleitungen tödliche Gefahren: Stromschläge, Kollisionen oder Brände durch leicht entflammbares Nistmaterial. Auch Bahnbetreiber schlagen Alarm, da Nester an Oberleitungen den Zugverkehr beeinträchtigen können. Um gegenzusteuern, werden Horste von Masten entfernt und während der Brutsaison ballonartige Abschreckungsmittel installiert, um die Vögel vom Rückkehr fernzuhalten.

Die Deutsche Bahn setzt auf eine doppelte Strategie, die technische Vorsorge mit Artenschutz verbindet. Zudem werden windbetriebene Geräte getestet, um Störche davon abzuhalten, sich auf künstlichen Strukturen niederzulassen, und sie stattdessen zu natürlichen Standorten wie hohen Bäumen zu lenken.

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Ziel der Bemühungen ist es, Sicherheit und Artenschutz in Einklang zu bringen, während die Storchpopulation weiter wächst. Durch Abschreckungsmaßnahmen und präventive Schritte sollen die Risiken für die Vögel und die kritische Infrastruktur verringert werden. Langfristig geht es darum, die Störche zu ermutigen, sichere und besser geeignete Nistplätze zu wählen.

Quelle