Warum viele Bayern ihre Landeshymne nicht kennen – und ein Rekordversuch das ändern soll
Warum viele Bayern ihre Landeshymne nicht kennen – und ein Rekordversuch das ändern soll
Bayern tun sich schwer mit ihrer eigenen Landeshymne – viele kennen nur die erste Zeile. Selbst prominente Politiker wurden bereits öffentlich kritisiert, weil sie den Text vergessen hatten. Nun will eine Rekordkampagne eines ehemaligen Beamten das ändern und das Lied im Freistaat Bayern bekannter machen.
Das Problem wurde 2018 deutlich, als der damalige Ministerpräsident Horst Seehofer bei einer Veranstaltung in München über die Worte des Bayernlieds stolperte. Seine Patzer wurden belächelt, doch er war nicht der Erste: Schon Jahre zuvor hatte Edmund Stoiber, ein weiterer Ex-Regierungschef, den Text in der Öffentlichkeit nicht parat gehabt.
Rudolf Hierl, CSU-Mitglied und ehemaliger ehrenamtlicher Stadtrat, nahm die Sache selbst in die Hand. Er ließ über eine halbe Million Karten mit dem Liedtext drucken und verteilte sie in ganz Bayern. Seine Aktion brachte ihm einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde ein – als größte Kampagne zur Förderung einer Regionalhymne. Doch nicht nur die Kenntnis des Textes bereitet Probleme: Manche bringen den Begriff Cherub aus Friedrich Schillers Vers fälschlicherweise mit bayerischen Fernsehen heute oder Döner in Verbindung. Schillers Dichtung findet sich auch in der Europahymne An die Freude, vertont in Beethovens Neunter Sinfonie. Anders als das bayerische Lied wird die Europahymne jedoch ohne Text gesungen – als Symbol für Einheit, Frieden und Freiheit.
Aktuelle und ehemalige Spitzenpolitiker, darunter Markus Söder, stehen immer wieder in der Kritik, wenn es um die Kenntnis beider Hymnen geht. Doch Hierls Initiative bleibt die sichtbarste Anstrengung, um den Bayern ihr eigenes Lied ins Gedächtnis zu brennen.
Das Bayernlied stellt selbst gestandene Politiker vor Herausforderungen, während Hierls Rekordaktion den Text in Umlauf hält. Mit einer halben Million verteilter Karten ist seine Kampagne der ehrgeizigste Versuch, die Kenntnis der bayerischen Hymne zu verbessern. Ob sie sich jedoch dauerhaft im Gedächtnis der Menschen verankert, bleibt abzuwarten.
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