23 March 2026, 10:17

Warum #MeToo die Macht toxischer Männlichkeit kaum gebrochen hat

Plakat mit schwarzem Text auf einem weißen Hintergrund, auf dem steht: 'Toiletten sind geschlechtsneutral', das die Bedeutung des Geschlechts in Toiletteneinrichtungen hervorhebt.

Warum #MeToo die Macht toxischer Männlichkeit kaum gebrochen hat

Machtmissbrauch durch Männer bleibt ein hartnäckiges Problem in der Gesellschaft. Von Konzernchefs bis zu Online-Influencern verhalten sich viele weiterhin frauenverachtend – oft ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. Trotz Bewegungen wie #MeToo hat sich wenig daran geändert, wie einige Männer Frauen im echten Leben und im Netz behandeln.

Die #MeToo-Bewegung lenkte einst die Aufmerksamkeit auf Belästigung am Arbeitsplatz und geschlechtsspezifische Ungerechtigkeit. Doch ihre Wirkung scheint heute begrenzt: Viele Männer tun sie als "woke-Unsinn" ab und kehren zu alten Verhaltensmustern zurück. In Büros, Vorstandsetagen und öffentlichen Positionen erleben Frauen nach wie vor Herablassung, sexualisierte Kommentare und Demütigungen durch Männer in Machtpositionen.

Im Internet hat sich das Problem noch verschärft. Die sogenannte "Manosphere" – ein Netzwerk von Influencern, die extreme männliche Dominanz propagieren – floriert auf Plattformen wie TikTok. Persönlichkeiten wie HSTikkyTokky (Harrison Sullivan), Myron Gaines und Justin Waller – porträtiert in Louis Theroux' Netflix-Dokumentation Inside the Manosphere (2026) – verbreiten regelmäßig frauenfeindliche Ansichten. Ihre Inhalte reichen von Fitness- und Selbstoptimierungstipps bis hin zu offener Feindseligkeit gegenüber Frauen, einschließlich der Behauptung, Frauen dürften kein Wahlrecht haben.

Diese Influencer ziehen große Follower-Zahlen an, und selbst einige Frauen unterstützen ihre Thesen. Giftige Einstellungen verbreiten sich leicht in Kommentarspalten, wo Frauenverachtung oft als normal dargestellt wird. Männer, die ihre Macht missbrauchen – ob durch digitale Hetze oder reale Belästigung –, müssen nur selten mit ernsthaften Konsequenzen rechnen.

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Das Verhalten mächtiger Männer schadet Frauen weiterhin – in der Öffentlichkeit wie im Privaten. Soziale Medien verstärken das Problem, indem sie misogyne Influencer mit großer Reichweite ausstatten. Ohne strengere Rechenschaftspflicht wird sich der Kreislauf aus Machtmissbrauch und toxischer Männlichkeit kaum durchbrechen lassen.

Quelle