21 March 2026, 08:13

Warum Franz Beckenbauer auf das UEFA-Präsidium verzichtete – und eine Ära endete

Ein professioneller Athlet steht auf einem grünen Feld und hält in einer Hand eine Flasche und in der anderen ein oranges Tuch.

Warum Franz Beckenbauer auf das UEFA-Präsidium verzichtete – und eine Ära endete

Franz Beckenbauer hätte UEFA-Präsident werden können, zog sich jedoch aus den höchsten Ämtern des Fußballs zurück. Sein langjähriger Manager Marcus Höfl enthüllte dies im Sport1-Podcast Deep Dive. Die Entscheidung fiel, als Beckenbauer sein Privatleben und die Familie über weitere öffentliche Verpflichtungen stellte.

Seine Karriere reichte weit über seine legendäre Zeit als Spieler hinaus. Nach seinem Rücktritt übernahm er Schlüsselpositionen in der Fußballverwaltung: Von 2007 bis 2011 war er UEFA-Vizepräsident, von 1998 bis 2011 FIFA-Vizepräsident. Zudem leitete er den Deutschen Fußball-Bund (DFB) von 1998 bis 2000 und organisierte die Weltmeisterschaft 1974 in Westdeutschland. Bekannt für sein politisches Geschick, verfügte er über die seltene Fähigkeit, widerstreitende Interessen im Fußball zu vereinen.

Doch ab 2016 zog er sich zunehmend aus dem Fußball zurück, während Ermittlungen wegen Korruption bei der FIFA liefen. Dennoch blieb er eine geachtete Persönlichkeit, und das Amt des UEFA-Präsidenten war zum Greifen nah. Höfl bestätigte, dass Beckenbauer über überwältigende Unterstützung und ideale Voraussetzungen für die Position verfügte. Doch nach Jahren ständiger Reisen und öffentlicher Aufmerksamkeit entschied er sich dagegen.

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Sein Führungsstil war einzigartig: Beckenbauer delegierte lieber, statt sich in Details zu verlieren – berühmt war er dafür, nie E-Mails genutzt zu haben. Zwar galten auch andere Kandidaten wie Michel Platini als Optionen, doch seine Entscheidung spiegelte eine Neuausrichtung seiner Prioritäten wider. Statt eine weitere hochkarätige Position anzustreben, widmete er sich der Zeit mit seiner Familie.

Beckenbauers Rückzug markierte das Ende einer Ära in der Fußballführung. Sein Verzicht auf das UEFA-Präsidium hinterließ eine Lücke, doch sein Vermächtnis im Sport blieb unangetastet. Am 7. Januar 2024 verstarb er – in Erinnerung als Fußballikone und kluger Funktionär, der den Sport im Hintergrund prägte.

Quelle