03 May 2026, 04:15

Warum deutsche Firmen an Benefits-Programmen scheitern – trotz guter Absichten

Eine Liniendiagramm auf einem weißen Hintergrund mit der Überschrift "Die Vorteile der gestiegenen Produktivität der letzten 35 Jahre sind nicht an die Mittelschicht gegangen."

Warum deutsche Firmen an Benefits-Programmen scheitern – trotz guter Absichten

Eine neue Studie der Unternehmensberatung Roland Berger offenbart erhebliche Herausforderungen deutscher Unternehmen bei der Verwaltung von Mitarbeiterleistungen. Die bisher umfangreichste Marktanalyse dieser Art befragte über 1.700 Teilnehmer, darunter vor allem Personalverantwortliche, und beleuchtet deren Schwierigkeiten mit Benefits-Programmen. Viele Unternehmen wollen zwar die Loyalität und das Wohlbefinden ihrer Belegschaft stärken, scheitern aber an unklaren Steuerregelungen und der Vielfalt der Anbieter.

Die Erhebung, die in Zusammenarbeit mit Partnern wie Deutsche Dienstrad, EGYM Wellpass und dem Bundesverband der Personalmanager (BPM) durchgeführt wurde, zeigt: 82 Prozent der Personalverantwortlichen empfinden den Benefits-Markt als schwer überschaubar. Über 80 Prozent beschreiben ihn als intransparent – viele kennen sich mit Steuerbefreiungen kaum aus. So wussten 27 Prozent nicht von Steuererleichterungen für Gesundheitsmaßnahmen, 15 Prozent kannten die Option der Gehaltsumwandlung nicht, und 5 Prozent verpassten steuerbegünstigte Sachleistungen.

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Trotz dieser Hürden bauen Unternehmen ihr Angebot aus. Aktuell bieten Firmen im Durchschnitt 6,6 Leistungen an, bis 2025 sollen durchschnittlich 1,4 weitere hinzukommen. Besonders der Energiesektor geht voran und plant die Einführung von 1,9 neuen Benefits. Fast 90 Prozent der Personalverantwortlichen bevorzugen dabei fünf bis zehn maßgeschneiderte Leistungen, die auf die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter zugeschnitten sind.

Die Ziele hinter dieser Expansion sind klar: 89 Prozent wollen die Mitarbeiterbindung und Zufriedenheit steigern, 79 Prozent streben eine bessere Work-Life-Balance an, und 77 Prozent möchten das Wohlbefinden fördern.

Die Studie macht eine Lücke zwischen Anspruch und Wissen im Bereich der Mitarbeiterleistungen deutlich: Während Unternehmen ihre Programme ausbauen wollen, kämpfen viele Personalabteilungen mit der Komplexität des Marktes und den Steuerbestimmungen. Den vollständigen Bericht gibt es zum Download unter https://ots.de/Sim50b.

Quelle