Warnstreik am Münchner Flughafen: Sicherheitspersonal legt für fünf Stunden die Arbeit nieder
Lukas MüllerWarnstreik am Münchner Flughafen: Sicherheitspersonal legt für fünf Stunden die Arbeit nieder
Reisende am Münchner Flughafen müssen am Freitagmorgen mit Verzögerungen rechnen – Grund ist ein Warnstreik des Sicherheitspersonals. Die Gewerkschaft Verdi hat zu einem fünfstündigen Ausstand aufgerufen, der rund 100 Frühschichtmitarbeiter betrifft. Die Aktion ist Teil der laufenden Tarifverhandlungen für Bund und Kommunen in ganz Deutschland.
Der Streik dauert von 5:00 Uhr bis 10:00 Uhr, wobei mit längeren Warteschlangen an den Sicherheitskontrollen zu rechnen ist. Verdi versicherte den Passagieren zwar, dass keine Flüge ausfallen werden, doch Verzögerungen seien wahrscheinlich. Manuela Dietz, Verdi-Vertreterin in Bayern, rief die Reisenden auf, während der Beeinträchtigungen geduldig zu bleiben.
Die Gewerkschaft fordert eine Lohnerhöhung von 10,5 Prozent, mindestens jedoch 500 Euro mehr pro Monat. Die Arbeitgeber haben bisher ein Angebot von 5 Prozent über zwei Jahre sowie eine einmalige Zahlung von 2.500 Euro vorgelegt. Sepp Winderl, Verdi-Vertrauensmann, kritisierte die Aussage eines Arbeitgebers, wonach das Leben in München schlicht zu teuer sei. Die Gewerkschaft bereitet sich nun auf eine dritte Verhandlungsrunde in drei Wochen vor.
Der Warnstreik unterstreicht den anhaltenden Konflikt um die Bezahlung im öffentlichen Dienst. Da die Gespräche weitergehen, könnten weitere Arbeitsniederlegungen folgen. Vorerst müssen sich Passagiere am Münchner Flughafen am Freitagmorgen auf längere Wartezeiten einstellen.






