Volvo und Audi revolutionieren ihre Lieferketten für mehr Tempo und Effizienz
Moritz AlbrechtVolvo und Audi revolutionieren ihre Lieferketten für mehr Tempo und Effizienz
Die Automobilindustrie beschleunigt ihre Entwicklungs- und Produktionsprozesse. Elektrifizierung, Batterieherstellung und Ziele in der Lieferkette zwingen die Hersteller, schneller zu liefern. Sowohl Volvo als auch Audi passen ihre Strategien an, um diesen neuen Anforderungen gerecht zu werden.
Volvo Cars hat sein Entwicklungsprogramm vorangetrieben. Das Unternehmen berücksichtigt nun Logistikeffizienz und Kosten bereits im Produktdesign. Zudem wurde das Planungsteam mit den operativen Abteilungen zusammengeführt, um die globale Transparenz und Entscheidungsfindung zu verbessern. Darüber hinaus standardisiert Volvo die Verpackungen in allen Regionen, um die Abläufe zu optimieren.
Auch Audi vollzieht ähnliche Veränderungen. Das Supply-Chain-Team arbeitet nun von Anfang an in der Entwicklungsgruppe für jedes neue Produkt mit. Das Unternehmen ist von einer monatlichen auf eine wöchentliche Produktionsplanung umgestiegen – eine Maßnahme, die auch auf die Halbleiterkrise zurückzuführen ist. Im ungarischen Werk Győr wird Audi bald ein Cupra-Modell fertigen und dabei die gesamte Logistik für das Projekt übernehmen.
Zudem baut Audi in China gemeinsam mit einem Joint-Venture-Partner ein neues Werk auf und übernimmt dabei mehr Verantwortung in der Logistikplanung. Die Zusammenarbeit mit der VW Group Logistics hat zu gemeinsamen Logistikoperationen geführt: So steuert das Audi-Werk in Zwickau Aufgaben für beide Marken. Die Komplexität ist enorm, denn bei der Verteilung von Halbleitern über acht Werke, 13 Produktionslinien und 45 Modelle hinweg muss Audi bis zu elf Billionen mögliche Alternativen berücksichtigen.
Beide Hersteller strukturieren ihre Abläufe um, um Tempo und Effizienz zu steigern. Volvos Integration der Logistik in den Designprozess und Audis Umstellung auf wöchentliche Planung zeigen einen klaren Wandel in der Branche. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, Lieferkettenherausforderungen zu bewältigen und die wachsenden Erwartungen an Lieferzeiten zu erfüllen.






