26 March 2026, 22:15

Volksbanken wagen den Einstieg in den Kryptohandel trotz aller Warnungen

Tortendiagramm, das die Marktkapitalisierungen von Kryptowährungen im Jahr 2016 zeigt, mit Abschnitten für Bitcoin, Ethereum, Litecoin und andere Kryptowährungen auf einem weißen Hintergrund.

Volksbanken wagen den Einstieg in den Kryptohandel trotz aller Warnungen

Deutsche Genossenschaftsbanken steigen in den Kryptohandel ein – trotz Risikowarnungen

Die DZ Bank, das Zentralinstitut der Volks- und Raiffeisenbanken, hat eine technische Plattform für Krypto-Dienstleistungen eingeführt. Der Schritt folgt auf eine erfolgreiche Pilotphase Ende 2024 und die regulatorische Zulassung nach der EU-Verordnung MiCAR im Dezember 2025.

Den Anfang machte ein Test mit sechs Volksbanken. Nach positiven Ergebnissen stellte die DZ Bank ihre Krypto-Infrastruktur allen angeschlossenen Instituten zur Verfügung. Nun führen bayerische VR-Banken schrittweise die Funktion meinKrypto in ihren Apps ein – damit können Kunden digitale Vermögenswerte direkt handeln.

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Umfragen zeigen großes Interesse seitens der Banken selbst: Fast drei Viertel (71 %) der deutschen Volksbanken prüfen Krypto-Angebote. Davon wollen ein Drittel (33 %) innerhalb von fünf Monaten Lösungen umsetzen. 17 % rechnen jedoch damit, dass es zwei Jahre oder länger dauern könnte, bis Kunden Zugang erhalten.

DZ-Bank-Chef Cornelius Riese räumt die Risiken ein, betont aber, dass Kryptowährungen eine wachsende Nachfrage bedienen. Zentralbanker bleiben hingegen skeptisch: Sie stufen digitale Vermögenswerte nicht als echte Währung ein und warnen vor Gefahren durch Kursschwankungen und spekulative Blasen. Die Volatilität von Bitcoin und die Anonymität der Anleger verschärfen die Bedenken.

Der Markteintritt traditioneller Banken in den Kryptohandel ist ein bedeutender Schritt. Während viele Volks- und Raiffeisenbanken den Handel vorbereiten, unterscheidet sich das Tempo der Umsetzung. Regulatorische Hürden und technische Voraussetzungen sind überwunden – doch Risiken und Skepsis bleiben.

Quelle