USA erhöhen Zölle auf EU-Autos: BMW-Chef warnt vor Handelskrieg und E-Auto-Herausforderungen
Anton HofmannUSA erhöhen Zölle auf EU-Autos: BMW-Chef warnt vor Handelskrieg und E-Auto-Herausforderungen
Die USA haben die Zölle auf europäische Autoimporte von 15 auf 25 Prozent erhöht und damit die Handelskonflikte weiter verschärft. Präsident Donald Trump warf der EU vor, ihre Verpflichtungen aus bestehenden Abkommen nicht zu erfüllen. Unterdessen hat sich Nicolas Peter, Aufsichtsratsvorsitzender von BMW, zu dem Streit sowie zur Zukunft der Elektromobilität geäußert.
Trump kündigte die neuen 25-prozentigen Strafzölle auf europäische Autos an und begründete dies mit nicht eingehaltenen Zusagen der EU. Er argumentierte, der Block habe seine Seite des Zollabkommens nicht erfüllt und rechtfertigte so die Erhöhung.
Nicolas Peter, Vorsitzender des BMW-Aufsichtsrats, erkannte zwar die Mitverantwortung der EU in dem Konflikt an, rief aber beide Seiten dazu auf, das Handelsabkommen zügig zu ratifizieren. Er betonte, dass die gemeinsamen Interessen zwischen den USA und Europa die aktuellen öffentlichen Meinungsverschiedenheiten überwiegen.
Zur Elektromobilität prognostizierte Peter, dass bis 2035 mehr als die Hälfte der Kunden rein batteriebetriebene Fahrzeuge bevorzugen werde. Allerdings zweifelte er daran, dass Europa bis dahin eine vollständige Umstellung schaffen werde – selbst eine 90-prozentige Quote halte er für unwahrscheinlich. Zudem kritisierte er die steigenden Spritpreise, die seiner Meinung nach den Wandel hin zu Elektroautos nicht beschleunigen würden.
Um die Emissionen zu senken, schlug Peter eine strengere Überwachung von Plug-in-Hybriden vor. Er regte an, deren elektrischen Betriebsmodus stärker durchzusetzen, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern.
Die Zollerhöhung setzt die Handelsbeziehungen zwischen der EU und den USA weiter unter Druck, während die BMW-Führung eine rasche Lösung fordert. Peters Äußerungen unterstreichen zudem die Herausforderungen bei Europas Umstieg auf Elektrofahrzeuge – darunter langsame Marktdurchdringung und die Notwendigkeit besserer Regulierungen für Hybride. Beide Themen erfordern nun eine engere Zusammenarbeit der beiden Seiten.






