USA betonen Europas Rolle trotz strategischer Neuausrichtung der Verteidigungspolitik
US-Außenminister betont enge Beziehungen zu Europa - USA betonen Europas Rolle trotz strategischer Neuausrichtung der Verteidigungspolitik
Vor der Münchner Sicherheitskonferenz hat der US-Außenminister Marco Rubio die Bedeutung Europas für die amerikanischen Interessen betont. Seine Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund anhaltender Debatten über die Zukunft der transatlantischen Beziehungen und sich wandelnder US-Verteidigungs-prioritäten. Rubio unterstrich, dass sich zwar die globale Ordnung verändert habe, Europa für die Vereinigten Staaten aber weiterhin ein zentraler Partner bleibe.
Die im Dezember 2023 veröffentlichte National Security Strategy der USA signalisierte eine Neuausrichtung, indem sie die Kerninteressen der USA höher gewichtete als globale Verteidigungsverpflichtungen. Diese Linie wurde bereits in der National Defense Strategy von 2022 vorgegeben, die zwar die Unterstützung für die NATO aufrechterhielt, gleichzeitig aber einen Rückzug US-amerikanischer Truppenteile aus Europa forderte. Stattdessen sollten die Verbündeten eine größere Rolle bei der Bewältigung regionaler Bedrohungen übernehmen.
Seither sind konkrete Aufstockungen der US-Militärpräsenz in Europa ausgeblieben. Auch hochrangige Kontakte haben nachgelassen – etwa durch das Fernbleiben des US-Verteidigungsministers von NATO-Treffen. Als Reaktion haben europäische Staaten ihre eigenen Verteidigungsanstrengungen intensiviert. Norwegen etwa verzeichnete eine Verdopplung der britischen Truppenzahlen auf 2.000 Soldaten angesichts wachsender russischer Bedrohungen. Die Länder an der östlichen Flanke der NATO setzen unterdessen vermehrt auf europäische statt auf US-amerikanische Waffensysteme.
Rubio räumte ein, dass offene Gespräche über die Zukunft der transatlantischen Partnerschaft notwendig seien. "Europa ist für uns von Bedeutung", betonte er und verwies darauf, dass die Zukunft der beiden Kontinente weiterhin eng verknüpft sei. Seine Aussagen folgen auf die umstrittene Rede des damaligen US-Vizepräsidenten J.D. Vance im vergangenen Jahr in München, die bei europäischen Führungskräften auf scharfe Kritik stieß. Rubio wies zudem darauf hin, dass die alte geopolitische Ordnung nicht mehr gelte – eine neue Ära der globalen Sicherheitsdynamik habe begonnen.
Die USA bleiben damit zwischen ihren NATO-Verpflichtungen und einer Strategie des reduzierten direkten Militärengagements in Europa abgewogen. Die europäischen Partner passen sich an, indem sie ihre Verteidigungskräfte stärken – insbesondere als Reaktion auf regionale Bedrohungen. Auf der anstehenden Münchner Sicherheitskonferenz wird voraussichtlich weiter darüber diskutiert, wie diese Verschiebungen die künftige Zusammenarbeit prägen werden.
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