Trumps skurriler Brief an Norwegen: Warum er den Friedensnobelpreis immer noch nicht loslässt

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Ein Mann mit Schnurrbart und Brille, der einen Anzug und eine Krawatte trägt, schaut ernst und nachdenklich in die Ferne, mit der Aufschrift "Der Mann, der die ganze Welt zum Lachen gebracht hat" darüber.Admin User

Guido Cantz: Trump lässt Satiriker alt aussehen - Trumps skurriler Brief an Norwegen: Warum er den Friedensnobelpreis immer noch nicht loslässt

Ein jüngster Briefwechsel zwischen dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre und dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump hat einen alten Witz wieder in den Fokus gerückt. Der Vorsitzende der Arbeiderpartiet erhielt im Januar 2026 einen Brief von Trump, in dem dieser auf seine früheren Behauptungen Bezug nahm, Kriege beendet zu haben, und seine anhaltende Frustration über den Friedensnobelpreis zum Ausdruck brachte.

In dem an Støre gerichteten Schreiben erklärte Trump, er habe acht Kriege beendet und fühle sich nicht mehr verpflichtet, sich ausschließlich auf den Frieden zu konzentrieren. Seine Begründung? Dass er nie den Friedensnobelpreis erhalten habe. Die Botschaft belebte einen Witz des deutschen Komikers Guido Cantz wieder, der einst scherzte, Trump könnte den Preis notfalls mit Gewalt an sich reißen. Heute wirkt diese Pointe unangenehm nah an der Realität.

Cantz gab zu, dass die Situation es ihm schwerer mache, sein Material auf die Bühne zu bringen. Witze über Trump, erklärte er, verlören oft schnell ihre Schärfe – manchmal schon nach wenigen Tagen –, weil die Aussagen und Handlungen des ehemaligen Präsidenten ständig die Grundlage veränderten. Was einst als Satire galt, drohe mittlerweile wie eine schlichte Feststellung zu klingen. Der Briefwechsel unterstrich zudem Trumps langjährige Fixierung auf den Friedensnobelpreis. Sein Schreiben an den norwegischen Regierungschef – ein Land, das für die Vergabe des Preises verantwortlich ist – machte seine anhaltende Verbitterung darüber deutlich, ihn nie erhalten zu haben.

Die Angelegenheit stellt Komiker wie Cantz vor ein Dilemma: Trumps unberechenbares Verhalten verwandelt Satire schneller in Fakten, als die meisten ihre Programme umschreiben können. Vorerst bleibt der Brief eine skurrile Fußnote in der anhaltenden Serie von Trumps Nach-Präsidentschafts-Kommunikation.