07 May 2026, 16:29

Trigema-Erbin Bonita Grupp lehnt 1.000-Euro-Bonus für Arbeitnehmer ab

Plakat mit fettem schwarzem Text auf weißem Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, das 'Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Senkt Steuern noch mehr für Wohlhabende und große Unternehmen.'

Trigema-Erbin Bonita Grupp lehnt 1.000-Euro-Bonus für Arbeitnehmer ab

Bonita Grupp, Erbin des Modeimperiums Trigema, hat sich gegen den kürzlich von der Regierung beschlossenen steuerfreien Bonus von 1.000 Euro für Arbeitnehmer ausgesprochen. Sie argumentiert, dass Politiker keine falschen Hoffnungen wecken sollten, indem sie öffentliche Gelder für kurzfristige Anreize ausgeben.

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Die Unternehmerin äußerte zudem Bedenken hinsichtlich der steigenden Lohnnebenkosten, die sie als unzumutbare Belastung für Unternehmen bezeichnete. Grupp kritisierte den steuerfreien Bonus als problematisch und warnte, er schaffe unrealistische Erwartungen. Zudem stellte sie die Legitimität infrage, mit der Politiker Gelder verteilen, die anderen gehören.

In der allgemeinen Steuerpolitik zeigte sie sich hingegen etwas kompromissbereit. Zwar stehe sie einer moderaten Erhöhung des Spitzensteuersatzes offen gegenüber, betonte jedoch, dass eine solche Anpassung durch Entlastungen in anderen Bereichen ausgeglichen werden müsse. Dieses Vorgehen solle verhindern, dass Unternehmen und Gutverdiener übermäßig belastet werden.

Trigema selbst hat noch nicht entschieden, ob das Unternehmen den 1.000-Euro-Bonus an seine Belegschaft auszahlen wird. Das Unternehmen scheint zurückhaltend, sich auf die Maßnahme festzulegen, solange keine klaren langfristigen Vorteile erkennbar sind.

Grupps Äußerungen spiegeln die breiteren Sorgen um die wirtschaftliche Stabilität wider. Steigende Lohnnebenkosten wie Sozialabgaben und regulatorische Gebühren bleiben ein zentrales Anliegen für Arbeitgeber in ganz Deutschland.

Ihre Haltung unterstreicht die Spannung zwischen kurzfristigen Anreizen und langfristigen wirtschaftlichen Herausforderungen. Der 1.000-Euro-Bonus bleibt für Unternehmen freiwillig, sodass viele noch unentschlossen sind, ob sie ihn einführen werden. Unterdessen prägen die Debatten über Steueranpassungen und Arbeitskosten weiterhin unternehmerische Entscheidungen.

Quelle