20 March 2026, 08:14

"Tödlicher Himalaya": Ein Bergsteiger kämpft mit Trauer und Rekordwahn in den Achttausendern

Schwarzes und weißes Foto eines schneebedeckten Berges mit dem Himmel im Hintergrund, beschriftet mit "Mount Everest" unten.

Weltrekorde in Lebensgefahr - "Tödlicher Himalaya": Ein Bergsteiger kämpft mit Trauer und Rekordwahn in den Achttausendern

"Tödlicher Himalaya" – Ein Dokumentarfilm über Trauer, Risiko und die Grenzen des Bergsports

Der neue Dokumentarfilm "Tödlicher Himalaya" begleitet den Extrembergsteiger Benedikt Böhm bei seiner Rückkehr an den Ort seines ersten Rekordaufstiegs. Der Film beleuchtet seinen Kampf mit der Trauer und die Gefahren des Hochgeschwindigkeitsbergsteigens nach dem Tod seines Seilpartners Sebastian Haag.

Im Jahr 2014 musste Böhm hilflos mitansehen, wie Haag von einer Lawine am Shishapangma, einem Achttausender in Tibet, verschüttet wurde. Die Tragödie ließ Böhm die Frage stellen, welchen Preis der Drang nach Weltrekorden in den Bergen hat.

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Benedikt Böhm und Sebastian Haag waren für ihre waghalsigen Touren bekannt. Gemeinsam bestiegen sie Himalaya-Gipfel über 8.000 Meter in Rekordzeit – ohne zusätzlichen Sauerstoff – und fuhren anschließend auf Skiern wieder hinab. Ihr Ziel im Jahr 2014: den Shishapangma und den Cho Oyu innerhalb von sieben Tagen zu bezwingen – ein Vorhaben, das zuvor noch niemand gewagt hatte.

Doch am 24. September 2014 schlug das Schicksal zu. Beim Abstieg vom Shishapangma wurde Haag von einer Lawine erfasst und getötet. Böhm beschrieb das Ereignis später als einen "Albtraum, aus dem er nicht erwachen konnte". Das Duo hatte bereits einen Achttausender gemeinsam bestiegen, bevor Haag am Nanga Parbat ums Leben kam.

Nun, mehr als ein Jahrzehnt später, bereitet sich Böhm darauf vor, zum Muztagh Ata zurückzukehren, einem 7.546 Meter hohen Berg im Westen Chinas. Hier hatten die beiden ihren ersten Geschwindigkeitsrekord aufgestellt. Der Dokumentarfilm hält diese emotionale Reise fest und zeigt Böhm im Ringen mit Verlust und den ethischen Fragen des Extrembergsteigens.

Im gesamten Film stellt er offen infrage, ob es den Einsatz des eigenen Lebens für Rekorde wert ist. "Tödlicher Himalaya" verbindet atemberaubende Bergaufnahmen mit schonungslosen Reflexionen über Ehrgeiz, Gefahr und Freundschaft.

Böhms Rückkehr zum Muztagh Ata im Jahr 2025 wird einen bewegenden Moment in seiner Karriere markieren. Der Film wirft ein Licht auf die körperlichen und seelischen Belastungen des Hochgebirgsbergsteigens – und stellt die schwierige Frage, welchen Preis die Menschheit für das Überschreiten ihrer Grenzen in den tödlichsten Bergen der Welt zahlt.

Quelle