Tausende demonstrieren beim Münchner Marsch für das Leben gegen Abtreibung
Moritz AlbrechtTausende demonstrieren beim Münchner Marsch für das Leben gegen Abtreibung
Tausende Menschen versammelten sich am Samstag in München zum sechsten jährlichen Marsch für das Leben. Die Teilnehmer forderten strengere Schutzmaßnahmen für ungeborene Kinder und warben für das, was sie als eine "Kultur des Lebens" bezeichneten. Die Veranstaltung zog sowohl Befürworter als auch Gegner an, wobei Gegenprotestler die Demonstration kurzzeitig unterbrachen.
Die Organisatoren sprachen von etwa 7.000 Teilnehmern, während die Polizei die Zahl der Demonstranten auf 4.500 schätzte. Ziel des Marsches war es, die Ablehnung von Abtreibungen zu betonen und Solidarität mit schwangeren Frauen sowie Familien in schwierigen Situationen zu zeigen. Silja Fichtner, Vorsitzende von Stimme der Ungeborenen, unterstrich die Entschlossenheit der Bewegung, das Leben "von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod" zu verteidigen.
Für etwa 45 Minuten kam der Marsch zum Stillstand, als rund 1.500 Gegenprotestler eine eigene Kundgebung abhielten. Trotz der Störung werteten die Organisatoren die Teilnehmerzahl als Zeichen wachsenden Zuspruchs für die Lebensschutzbewegung.
Mehrere katholische Persönlichkeiten, darunter der Journalist Mathias von Gersdorff, übermittelten Solidaritätsbekundungen. Wichtige Kirchenvertreter wie Heiner Wilmer, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, oder Münchens Erzbischof Reinhard Kardinal Marx äußerten sich jedoch nicht öffentlich zur Veranstaltung.
Der nächste Marsch für das Leben ist bereits für den 19. September geplant, mit weiteren Veranstaltungen in Berlin und Köln unter dem Dach des Bundesverbandes Lebensrecht.
Der Münchner Marsch spiegelte die anhaltenden Debatten über Abtreibungsrechte in Deutschland wider. Die Organisatoren verwiesen auf die hohe Teilnehmerzahl als Beleg für eine wachsende öffentliche Unterstützung ihrer Anliegen. Weitere Demonstrationen in anderen Großstädten sollen noch in diesem Jahr folgen.






