Streit um Davies' Kreuzbandriss: FC Bayern wirft Kanada Fahrlässigkeit vor

Anton Hofmann
Anton Hofmann
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Ein Mann in weißer Uniform kniet auf einem Fußballfeld und trägt Fußballschuhe.Anton Hofmann

Streit um Davies' Kreuzbandriss: FC Bayern wirft Kanada Fahrlässigkeit vor

Ein Streit zwischen dem FC Bayern München und dem Kanadischen Fußballverband über die Kreuzbandverletzung von Alphonso Davies ist entbrannt. Der Bayern-Flügelspieler riss sich im März 2022 das vordere Kreuzband, als er für Kanada gegen die USA spielte. Nun, da er sich auf die bevorstehende Weltmeisterschaft vorbereitet, bleibt die Frage der Verantwortung für den Vorfall umstritten.

Die Verletzung ereignete sich während Kanadas 2:1-Sieg gegen die USA im Spiel um Platz drei der CONCACAF Nations League. Nach der Partie flog Davies zurück nach München, wo Ärzte den schweren Knieschaden bestätigten.

Der FC Bayern München warf dem Kanadischen Fußballverband Vorwürfe wegen Fahrlässigkeit vor. Der Verein behauptete, Davies hätte aufgrund vorheriger Muskelprobleme nicht spielen dürfen. Vorstandschef Jan-Christian Dreesen kritisierte, Kanada habe den Spieler ohne vollständige medizinische Untersuchung reisen lassen.

Der Team-Berater Kanadas, Franz Schiemer, wies die Vorwürfe des FC Bayern zurück. Er bezeichnete die Verletzung als 'unglaublich ungünstigen Zufall' und betonte, sie habe nichts mit Davies' früheren Muskelbeschwerden zu tun. Schiemer verteidigte zudem Trainer Jesse Marsch und lobte Davies' 'elektrisierende' Auftritte sowie seine Bedeutung für die Mannschaft.

Mittlerweile hat sich Davies vollständig erholt und wird bei der Weltmeisterschaft eine zentrale Rolle für Kanada spielen. Die Auseinandersetzung zwischen Bayern und dem Kanadischen Fußballverband zeigt unterschiedliche Auffassungen über Spielersicherheit und medizinische Standards auf. Bisher haben beide Seiten keine weiteren offiziellen Stellungnahmen abgegeben.