SPD-Kandidat Niedermaier gewinnt Bamberger Oberbürgermeister-Stichwahl klar gegen Grünen
Anna KrauseSPD-Kandidat Niedermaier gewinnt Bamberger Oberbürgermeister-Stichwahl klar gegen Grünen
Sebastian Niedermaier von der SPD hat die Stichwahl um das Bamberger Oberbürgermeisteramt mit 56,7 Prozent der Stimmen gewonnen. Das Ergebnis bedeutet einen deutlichen Sieg gegen den Grünen-Kandidaten Jonas Glüsenkamp bei der Wahl am 22. März. Die Wahlbeteiligung lag bei 56,0 Prozent – ein Zeichen für das große öffentliche Interesse an der Abstimmung.
Die Wahl fand vor dem Hintergrund eines politischen Wandels in Bamberg statt. Jahrzehntelang hatte die CSU das Bürgermeisteramt inne, zuletzt unter dem früheren Oberbürgermeister Andreas Starke bis 2020. Diesmal verzichtete Starke – mittlerweile bei der SPD – jedoch auf eine erneute Kandidatur und ebnete damit neuen Bewerbern den Weg.
Niedermaier, seit 2014 Stadtrat und Inhaber einer Bio-Baumschule, zog gemeinsam mit Glüsenkamp in die Stichwahl ein. Die ehemalige CSU-Landesministerin Melanie Huml scheiterte bereits in der ersten Runde. Im finalen Wahlgang bestätigte Niedermaiers Vorsprung den anhaltenden SPD-Einfluss im Rathaus und durchbrach die jahrzehntelange CSU-Vorherrschaft.
Das Ergebnis unterstreicht zugleich, dass es die Grünen trotz Glüsenkamps Wahlkampf nicht schafften, das Oberbürgermeisteramt zu erobern. Niedermaiers Erfahrung in der Kommunalpolitik und sein Engagement in der ökologischen Landwirtschaft könnten bei den Wählern besonders gut angekommen sein – und damit zu seinem klaren Sieg beigetragen haben.
Niedermaier wird nun als neuer Oberbürgermeister Bambergs sein Amt antreten und die bisherige SPD-Führung ablösen. Sein Sieg festigt die Position der Partei in der Stadt nach Jahren der CSU-Dominanz. Die Wahl entscheidet mit über die künftige Ausrichtung seiner Amtsperiode.






