06 May 2026, 12:17

Spahn bleibt Fraktionschef – doch die CDU zeigt deutliche Risse

Karte von Deutschland, die die Ergebnisse der Wahl von 2016 nach Bundesländern zeigt, mit roten und blauen Provinzen und Text, der die Namen der Kandidaten und das Wahldatum angibt.

Spahn bleibt Fraktionschef – doch die CDU zeigt deutliche Risse

Jens Spahn hat sich mit 86,5 Prozent der Stimmen eine weitere Amtszeit als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gesichert. Das Ergebnis offenbart jedoch wachsende Unzufriedenheit in der Partei – fast jeder fünfte Abgeordnete verweigerte ihm die Unterstützung.

Spahn erhielt 167 von 196 abgegebenen Stimmen, während sich 26 gegen seine Führung aussprachen und drei sich enthielten. Dies stellt einen Rückgang im Vergleich zu seiner ersten Wahl dar, als er noch 91,3 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte. Der Rückgang fällt in eine Phase anhaltender Kritik an früheren Entscheidungen, darunter seine Rolle bei der gescheiterten Kanzlerkandidatur und der Rücknahme von Richterernennungen.

Auch seine Amtszeit als Gesundheitsminister bleibt umstritten, insbesondere die Ausgaben von sechs Milliarden Euro für überteuerte Maskenbeschaffungen während der Pandemie. Diese Themen haben die Frustration innerhalb der Union weiter geschürt – besonders brisant, da die Partei in Umfragen mittlerweile hinter der rechtspopulistischen AfD liegt.

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Obwohl es keine Gegenkandidaten gab, unterstützten Spahn nur 80 Prozent der insgesamt 208 Fraktionsmitglieder aktiv. Das Ergebnis deutet auf anhaltende Vorbehalte hin; einige Beobachter werten es als mögliches Indiz für künftige Herausforderungen für Bundeskanzler und CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz.

Spahns Wiederwahl bestätigt zwar seine weitere Führung, unterstreicht aber zugleich die tiefen Gräben in der CDU/CSU. Angesichts sinkender Zustimmung und innerparteilicher Spannungen steht die Partei vor weiterer Unsicherheit im Kampf um Wählerstimmen. Das Ergebnis könnte zudem den Weg für umfassendere Veränderungen in der Unionsführung ebnen.

Quelle