21 March 2026, 20:14

Schweizer Armee holt Pensionäre zurück – während ein Kabarettist die Landesverteidigung auf die Schippe nimmt

Cartoon von Männern in Militäruniformen, die eine Straße entlangmarschieren, einige halten Waffen, mit Text unten: 'Ergänzende Miliz, stellt sich für 20-tägiges Vergnügen ein.'

Schweizer Armee holt Pensionäre zurück – während ein Kabarettist die Landesverteidigung auf die Schippe nimmt

Schweizer Parlament beschließt Rückkehr von Pensionären in die Armee – während ein Kabarettist alternative Verteidigungsstrategien auf die Schippe nimmt

Das Schweizer Bundesparlament hat einen Plan verabschiedet, der es ehemaligen Soldaten ermöglicht, freiwillig wieder in den Militärdienst einzutreten. Die Entscheidung hat eine Debatte ausgelöst, ob das Land dabei andere ungenutzte Ressourcen für die Landesverteidigung übergeht. Unterdessen tourt der Kabarettist Simon Enzler mit einem neuen Programm, das genau diese Ideen humorvoll aufgreift.

Beide Kammern des Schweizer Parlaments haben kürzlich eine Vorlage verabschiedet, die es Pensionären erlaubt, auf freiwilliger Basis in die Armee zurückzukehren. Der Bundesrat soll nun ein detailliertes Konzept für die Umsetzung dieser Wiedereingliederung erarbeiten. Kritiker monieren jedoch, der Plan sei zu eng gefasst und vernachlässige das größere Potenzial innerhalb der Schweizer Gesellschaft.

In seinem aktuellen Programm "Brenzlig" (heikel, brenzlig) spinnt Enzler scherzhaft weiter, wie ganz normale Zivilisten zur Verteidigung beitragen könnten. Seine Nummern schlagen vor, Wanderer könnten feindliche Truppenbewegungen behindern, indem sie Wegweiser umdrehen, während Gleitschirmflieger zu ferngesteuerten Drohnen umfunktioniert werden könnten. Selbst das Alphorn, mit seinen ohrenbetäubenden Klängen, ließe sich als akustische Waffe einsetzen.

Enzlers scharfer Witz und sein Appenzeller Dialekt haben ihn zu einer der markantesten Stimmen der Schweizer Comedy-Szene gemacht. 2007 gewann er den renommierten "Salzburger Stier", und in seinem elften Programm verbindet er erneut Humor mit treffsicheren politischen Beobachtungen. Die Tournee trifft einen Nerv – besonders in einer Zeit, in der das Land über unkonventionelle Sicherheitsansätze diskutiert.

Doch damit nicht genug: Enzler treibt die Satire auf die Spitze und scherzt, Golfer könnten als Scharfschützen fungieren, Landfrauen Feldküchen betreiben und Großmütter Tarnnetze stricken. Leidenschaftliche Leserbriefschreiber und Verschwörungstheoretiker, so seine Idee, ließen sich in psychologischen Operationen einsetzen, um gezielt Falschinformationen zu streuen.

Während die parlamentarische Entscheidung auf ehemalige Soldaten fokussiert, lenkt Enzlers Kabarett den Blick auf eine grundsätzliche Frage: Gibt es in der Schweizer Gesellschaft ungenutztes Potenzial für die Landesverteidigung? Die Debatte geht nun weiter – wird der Bundesrat diese Ideen aufgreifen, oder bleibt es bei der klassischen Rekrutierungsstrategie? Die Diskussion darüber, wie oder ob die Schweiz ihre Sicherheitskonzepte erweitern soll, ist in vollem Gange.

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