Schweiz stärkt Sicherheitskooperation bei Münchner Konferenz gegen hybride Bedrohungen

Admin User
2 Min.
Eine Deutschland- und Österreichkarte während des Zweiten Weltkriegs, die Besetzungszonen in verschiedenen Farben zeigt.Admin User

Schweiz stärkt Sicherheitskooperation bei Münchner Konferenz gegen hybride Bedrohungen

Schweizer Innenminister Beat Jans und Verteidigungsminister Martin Pfister nahmen diese Woche an hochrangigen Sicherheitsgesprächen im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz teil. Die Treffen konzentrierten sich auf die Stärkung der Zusammenarbeit gegen internationale Kriminalität, hybride Bedrohungen und sicherheitspolitische Herausforderungen mit europäischen Partnern und Vertretern der Vereinten Nationen.

Jans führte Gespräche mit dem deutschen Innenminister Alexander Dobrindt, dem österreichischen Innenminister Gerhard Karner sowie der Direktorin von Europol, Catherine De Bolle. Im Mittelpunkt standen gemeinsame Anstrengungen zur Bekämpfung der grenzüberschreitenden organisierten Kriminalität und die Verbesserung der Sicherheitskoordination im Schengen-Raum. Er betonte zudem die Notwendigkeit eines "umfassenden Sicherheitsansatzes", der eine engere Zusammenarbeit mit den Nachbarländern einschließt.

In einem separaten Treffen traf Jans mit dem UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, zusammen. Beide unterstrichen die Bedeutung der Einhaltung der Menschenrechte als Grundlage für langfristige Sicherheit.

Unterdessen nahm Pfister an Gesprächen mit den Verteidigungsministern aus Estland, Lettland, Litauen, Slowenien und Irland teil. Erlotert wurden Möglichkeiten, die sicherheitspolitischen Bindungen zu vertiefen – insbesondere vor dem Hintergrund wachsender Instabilität im globalen Sicherheitsgefüge. Pfister wies darauf hin, dass die Schweizer Verteidigungsausgaben nach wie vor unter denen der NATO-Mitglieder lägen, obwohl die Bedrohungen zunähmen.

Die Gespräche bauen auf der in den letzten fünf Jahren ausgeweiteten militärischen Zusammenarbeit der Schweiz mit den baltischen Staaten auf. Im Rahmen des NATO-Programms "Partnerschaft für den Frieden" (PfP) beteiligte sich die Schweiz an gemeinsamen Übungen, darunter 2023 an der "Silver Arrow" in Estland (als Beobachter) und 2024 an den Marine-Manövern "BALTOPS", bei denen die Schweizer Luftwaffe Unterstützung leistete. Wichtige Meilensteine waren ein Sicherheitsdialog 2022 in Riga sowie die Zusage von 10 Millionen Schweizer Franken für die Förderung der baltischen Cyberabwehr bis 2025.

Jans warnte zudem vor multiplen Risiken für die innere Sicherheit der Schweiz – von geopolitischen Machtkämpfen über hybride Kriegsführung bis hin zu Netzwerken der organisierten Kriminalität.

Die Gespräche unterstreichen das Bestreben der Schweiz, regionale Sicherheitspartnerschaften auszubauen. Geplant sind eine vertiefte Verteidigungskooperation, gemeinsame Maßnahmen zur Bekämpfung der Kriminalität sowie die fortgesetzte finanzielle Unterstützung von Initiativen zur Cyberabwehr. Ziel ist es, sowohl akute Bedrohungen als auch langfristige Stabilitätsfragen anzugehen.

Neueste Nachrichten
Ein Roboter zum Reinigen von Böden steht auf dem Boden eines Gebäudes, umgeben von Wänden, Türen, Lampen und anderen Gegenständen.
Heute um 06:21 Uhr 2 Min.
Ein Plakat mit einer detaillierten Karte von Ukraine innerhalb des Russischen Reiches von 1885, versehen mit Text und Zahlen.
Heute um 04:29 Uhr 2 Min.
Ein leuchtend roter und weißer Audi R8 LMS GT3 Rennauto mit dem Audi-Logo auf der Seite, gesteuert von einer Person in einem schwarzen Rennanzug und Helm, fährt um eine Rennstrecke.
Heute um 04:28 Uhr 2 Min.
Ein gerahmtes Bild der Wahlkreise Bayern, das die Bundesländer Deutschland und Österreich zeigt.
Heute um 04:28 Uhr 2 Min.
Eine Zeichnung einer Frau in einem Kleid im Stil der 1960er Jahre mit einem Kragen, langen Ärmeln und einemrock, die mit ausgestreckten Armen und leicht geneigtem Kopf steht, mit der Aufschrift "1960er Jahre" auf dem Papier.
Heute um 02:35 Uhr 2 Min.
Eine Gruppe von Männern in grünen T-Shirts steht und hockt auf einem Fußballfeld mit einem Ball davor, ein Torpfosten rechts und ein Hintergrund aus Bäumen, Gebäuden, Polen, Fahrzeugen und dem Himmel.
Heute um 02:31 Uhr 2 Min.
Eine Gruppe von Menschen marschiert mit einem "March for Science Frankfurt am Main"-Schild die Straße entlang, mit Autos, Gebäuden, Statuen, Laternen, Schildern und Bäumen im Hintergrund.
Heute um 02:31 Uhr 2 Min.
Ein deutsches Propagandaplakat mit einer Frau mit langen Haaren, auf dem wahrscheinlich Informationen über sie zu sehen sind.
Heute um 00:38 Uhr 2 Min.