21 March 2026, 00:20

Regensburgs Jugendamt spart Millionen – und baut Hilfsangebote aus

Balkendiagramm, das den Bildungsausgaben von Bund und Ländern zeigt, mit Balken verschiedener Höhe, die die Ausgaben darstellen.

Regensburgs Jugendamt spart Millionen – und baut Hilfsangebote aus

Jugendamt des Landkreises Regensburg senkt Kosten für schulische Hilfsangebote

Das Jugendamt des Landkreises Regensburg hat Fortschritte bei der Steuerung der Ausgaben für schulische Unterstützungsleistungen erzielt. Durch aktuelle Maßnahmen sank die Zahl der Fälle sowie die Kosten, während neue Programme die Hilfsangebote ausweiten – und das ohne zusätzliches Personal.

Im März 2026 trat der Jugendhilfeausschuss zusammen, um über die Haushaltsplanung für 2026 zu beraten. Im Fokus standen Effizienzsteigerungen und alternative Fördermodelle.

2025 führte das Amt strengere Kontrollen ein, um die Ausgaben für Einzelbetreuung an Schulen zu reduzieren. Dazu zählten Beobachtungsphasen, diagnostische Überprüfungen und niedrigschwellige Alternativen. Die bearbeiteten Fälle gingen dadurch auf 174 zurück, die Kosten sanken um 5 Prozent auf 5,309 Millionen Euro.

Landrätin Tanja Schweiger führte die Verbesserungen auf bessere Kostenerstattungen, engmaschigere Fallprüfungen und Pooling-Modelle für Schulbegleitdienste zurück. Der Gesamtetat für die Jugendhilfe 2026 blieb mit einem Zuschussbedarf von 42,034 Millionen Euro nahezu unverändert – nur 22.700 Euro höher als im Vorjahr.

Der Ausschuss bewilligte zudem sieben neue Anträge für schulbezogene Jugendsozialarbeit (JaS) sowie zwei Anträge auf Stundenaufstockungen. Statt neues Personal einzustellen, wurden bestehende Kräfte umverteilt, sodass JaS an 46 statt bisher 41 Schulen angeboten wird. Ein weiterer Standort in Trägerschaft einer evangelischen Einrichtung bringt die Zahl auf 47 Schulen.

Auch alternative Unterstützungsangebote wurden ausgebaut: Die Initiative PROS startete, und das Pooling-System wurde auf die Unterstützungszentren in Neutraubling und Hemau ausgeweitet. Ab Mai 2026 soll ein Pilotprojekt anlaufen, das ambulante Sprechstunden durch sozialpädagogische Fachkräfte in den Familienberatungsstellen Regenstauf und Schierling anbietet.

Der Jugendhilfeausschuss stimmte im März 2026 einstimmig für den Haushalt. Die endgültige Beschlussfassung durch den Kreistag steht Mitte April an.

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Die Umstellungen im Landkreis haben die Kosten stabilisiert und gleichzeitig die Unterstützung an mehr Schulen ausgeweitet. Der Haushalt 2026 hält die Fördermittel auf gleichem Niveau, während neue Programme zusätzliche Hilfen ohne Personalaufwuchs ermöglichen. Der Kreistag wird die Pläne in den kommenden Wochen finalisieren.

Quelle