Piers Morgan warnt vor Deepfakes: Selbst seine Mutter fiel auf KI-Clips herein
Lukas MüllerPiers Morgan warnt vor Deepfakes: Selbst seine Mutter fiel auf KI-Clips herein
Piers Morgan hat Bedenken hinsichtlich der Verbreitung von KI-generierten Clips geäußert, die ihn im Internet imitieren. Der Moderator enthüllte, dass selbst seine eigene Mutter Schwierigkeiten hatte, zwischen einem Deepfake-Video und der Realität zu unterscheiden. Gleichzeitig kritisierte er die SXSW London dafür, einen gesperrten Kommentator während der jüngsten Veranstaltung nicht in Schutz genommen zu haben.
Morgan sprach sich kürzlich gegen die wachsende Zahl gefälschter Clips in sozialen Medien aus. Einige dieser Videos geben vor, aus seiner Sendung zu stammen, und nutzen KI, um seine Stimme und sein Aussehen nachzuahmen. Der Präsenter gab zu, dass seine Mutter von einem solchen Clip kurzzeitig getäuscht worden war – ein Beleg dafür, wie überzeugend Deepfakes mittlerweile sind.
Auch die walisische Sängerin Katherine Jenkins berichtete von ihren Schwierigkeiten, Inhalten auf Plattformen wie TikTok zu vertrauen. Sie beschrieb, wie schwer es geworden ist, die Authentizität von Videos zu überprüfen, insbesondere wenn KI Stimmen und Gesichter so präzise nachbilden kann.
Auf der SXSW London äußerte Morgan seine Enttäuschung darüber, dass die Veranstalter Cenk Uygur nicht öffentlich verteidigt hatten, nachdem die britische Regierung ihm die Einreise verweigert hatte. Uygur, ein YouTube-Kommentator, wurde gemeinsam mit seinem Neffen Hasan Piker ausgeschlossen, mit der Begründung, ihre Anwesenheit sei „nicht förderlich für das öffentliche Wohl“. Dennoch betonte die SXSW London ihr Bekenntnis zur Meinungsfreiheit und erklärte, sie unterstütze Morgans Recht, die Veranstaltung zu kritisieren.
Die Organisatoren des Festivals hoben ihre Rolle hervor, unterschiedliche Stimmen zusammenzubringen und einen offenen Austausch zu fördern. Auf Morgans konkrete Kritik an Uygurs Ausschluss gingen sie jedoch nicht ein. Morgan selbst zeigt sich indes zuversichtlich, dass er – zumindest vorerst – überzeugender argumentieren kann als eine KI.
Die Zunahme KI-generierter Inhalte verwischt zunehmend die Grenze zwischen Realität und Fiktion im Netz. Morgans Erlebnisse zeigen, wie leicht selbst enge Familienmitglieder von Deepfakes getäuscht werden können. Gleichzeitig halten die Debatten über Meinungsfreiheit und Veranstaltungspolitik an, wobei die SXSW London an ihrer Haltung zu offenem Dialog festhält.






