Oktoberfest kämpft mit Too Good To Go gegen Lebensmittelverschwendung an
Anton HofmannOktoberfest kämpft mit Too Good To Go gegen Lebensmittelverschwendung an
Das Oktoberfest geht in diesem Jahr gegen Lebensmittelverschwendung vor. Eine neue Kooperation mit der App Too Good To Go ermöglicht Besuchern, überschüssige Mahlzeiten zu reduzierten Preisen zu erwerben. Die Maßnahme folgt auf Abfallmessungen, die 2023 von einigen Festzeltbetreibern durchgeführt wurden.
Die dänische App Too Good To Go verkauft übrig gebliebene Speisen vom Oktoberfest in sogenannten "Überraschungstüten". Darin enthalten sind regionale Spezialitäten, Café-Leckereien und italienische Frühstücksangebote. Kundinnen und Kunden können ihre Bestellungen zu festgelegten Zeiten abholen – vorausgesetzt, sie bringen eigene Behälter mit.
Bisher haben erst zwei Zelte, die Ammer-Schänke und das Kufflers Weinzelt, auf die Abfalldaten des Vorjahres reagiert. Die Ammer-Schänke, bekannt für ihr Engagement im Bereich Nachhaltigkeit, war bereits 2016 das erste klimaneutrale Festzelt. In diesem Jahr bietet sie über die App ein Hauptgericht mit Beilagen für 9,50 Euro an. Auch Edeka Theresie beteiligt sich und verkauft Backwaren für drei Euro.
Einige Tüten enthalten zusätzlich Gutscheine von Edeka oder Too Good To Go. Die weiteren Nachhaltigkeitsmaßnahmen des Festes – wie der Einsatz erneuerbarer Energien und ein durchdachtes Abfallmanagement – machen das Oktoberfest zum Vorbild für andere Großveranstaltungen.
Die Initiative ermöglicht es Besuchern, günstiger an Essen zu kommen und gleichzeitig Lebensmittelabfälle zu verringern. Während die Ammer-Schänke und Edeka Theresie die Aktion vorantreiben, haben die meisten anderen Zelte noch keine ähnlichen Schritte unternommen. Das Programm läuft über die gesamte Dauer des Festes, die Abholzeiten sind in der App angegeben.






