08 April 2026, 04:13

Nürnberger Unternehmerin wegen Lohnbetrugs und Sozialversicherungsmissbrauchs verurteilt

Liniengraph, der die Anzahl der Insolvenzfälle in den Vereinigten Staaten von 1995 bis 2011 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Nürnberger Unternehmerin wegen Lohnbetrugs und Sozialversicherungsmissbrauchs verurteilt

Ein Nürnberger Amtsgericht hat die Inhaberin eines Telekommunikationsdienstleistungsunternehmens zu einer Geldstrafe von 18.000 Euro verurteilt, weil sie Löhne vorenthielt und Gelder veruntreute. Die Angeklagte wurde in 193 Fällen schuldig gesprochen, darunter ein langjähriges System zur Umgehung von Sozialversicherungsbeiträgen. Das Urteil ist nun rechtskräftig.

Über einen Zeitraum von fünf Jahren meldete die Unternehmerin mehrere Mitarbeiter nicht ordnungsgemäß bei den Sozialversicherungen an. Zudem spaltete sie Lohnzahlungen auf, indem sie gleichzeitig als Geschäftsführerin eines zweiten Unternehmens fungierte. Auf diese Weise konnte sie Einkommen verschleiern und Beitragszahlungen umgehen.

Um den Betrug zu vertuschen, behauptete sie fälschlicherweise, einige Beschäftigte würden zusätzliche geringfügige Nebenjobs ausüben. Durch diese Täuschung entstanden den Sozialversicherungsträgern Verluste in Höhe von rund 59.000 Euro an ausstehenden Beiträgen. Das Gericht verhängte eine Strafe von 360 Tagessätzen à 50 Euro.

Die Verurteilte muss nun die 18.000 Euro Strafe zahlen, ohne Möglichkeit einer weiteren Berufung. Der Fall zeigt die Konsequenzen von Lohnvorenthaltung und Sozialversicherungsbetrug auf. Die Sozialversicherungsträger werden die fehlenden 59.000 Euro durch Vollstreckungsmaßnahmen zurückfordern.

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